Fire Syndrome (1990)

Inhalt:

Ein Ehepaar nimmt in den 1950er Jahren in Amerika an Atomtests teil. Ihr Säugling hat die Fähigkeit zur “spontanen Selbstentzündung” entwickelt. Sam, der Säugling, tötet seine Eltern. Viele Jahrzehnte später findet Sam heraus was mit ihm los ist. Verbrannte Leichen pflastern dabei seinen Weg. Er ist ein Spielball, ein Versuchsobjekt seit seiner Geburt. Sam nimmt Rache und legt alles in Schutt und Asche um seine Peinigern zu vernichten.

 

Filmisches Feedback:

Pyrotechnisch top

Was langsam anfängt wird zum Schluss hin spannend, aber bis dahin muss der geneigte Zuschauer viel Geduld beweisen, denn der Film ist zwar durchaus spannend, aber manchmal zu undurchschaubar. Der in acht Wochen abgedrehte Film wartet auch mit einigen guten Schauspielern auf. Angefangen von Brad Dourif („Einer flog übers Kuckucksnest“) und Melinda Dillon („Unheimliche Begegnung der dritten Art“) bis hin zu Dale Dye („Platoon“) und Jon Cypher („Masters of the Universe“). Allesamt sehr überzeugend. Regisseur Tobe Hooper hat selbst auch einen kleinen Cameo in der Toilette des Restaurants. Auch John Landis schaut kurz vorbei. Die Verschwörungsthematik ist zu undurchsichtig, aber dafür entschädigen die klasse Pyroeffekte, und die typische Handschrift Hoopers vermischt sich mit gottähnlichen Assoziationen, die ihrerseits Kritik an dem modernen Fortschritt darstellen.

ACHTUNG SPOILER: So ist zum Schluss der Protagonist durch seine Verschmelzung mit Atomenergie dem Gott gleich; das ist in etwa die Vorstellung der Welt in diesem Film: der Wahnsinn des Fortschritts lässt uns abhängig werden und wir sterben als Individuen.
Aber im Grunde genommen wirklich netter Grusel.