Überfall im Wandschrank (1986)

Inhalt:

Morde gehen um im kleinen Städtchen Chestnut-Hill. Täter ist ein Monster, welches aus Wandschränken herauskommt. Keine Waffe ist erfolgreich. Das Militär ist verzweifelt mittlerweile. Selbst ein Laser funktioniert nicht. Alles ist wirkungslos. Bis man herausfindet, dass das Monster seine Stärke aus den Wandschränken bezieht. Und prombt fängt man an alle Wandschränke in den Staaten zu zerstören. Ob das funktioniert?

Filmisches Feedback:

B-Film-Fun vom Feinsten

Troma muss jedem der Filme liebt ein Begriff sein. Troma, die Goldschmiede der Lächerlichkeit, die Selbstverliebtheit des schlechten Geschmacks, die Genialität der Billigkeit. Und doch manchmal so grandios. Es wird Zeit, dass ich meine Lieblingstromastreifen wieder hervorhole. Und beginnen tue ich mit dieser B-Filmkeule vom Allerfeinsten.


“Überfall im Wandschrank” war mein erster Tromafilm. Geguckt damals heimlich im Bette, mit dem Kissen vor den Augen, da auf dem VHS-Cover mit einer Gefahr gedroht wurde. Nach ca. einer halben Stunde konnte ich vergnügt dem Film zusehen. Und er entpuppte sich als höchst amüsante Hommage an die 50er Jahre Monsterfilme a la Jack Arnold und auch ein bisschen “Man in Suit”-Romantik. Ernst nehmen darf und kann man diesen Film eh nicht. Ein großartiges Drehbuch ist weiß Gott nicht vorhanden. Aber ich denke das brauch dieser Film auch gar nicht, denn er will nun keine intellektueller Überflieger sein.

Hier steht Fröhlichkeit im Vordergrund. Ob der nun unfreiwillig ist oder wohl kalkuliert überlasse ich dem Betrachter. Aber wenn durchaus angesehene Schauspieler und Genreveteranen wie Henry Gibson (“Blues Brothers”, auch hier in der “Gesichter aus der zweiten Reihe” vertreten), Donald Moffat (“Das Ding aus einer anderen Welt”), John Carradine (“Frankensteins Braut”), Paul Dooley (“Vier irre Typen”, “Alf”), Claude Akins (“Die Caine war ihr Schicksal”, “Schlacht um den Planet der Affen”), Kevin Peter Hall (“Predator” als Monster), Stella Stevens (“Die Höllenfahrt der Poseidon”), Fergie und sogar Paul Walker ihr Stell-Dich-Ein geben, kann das wahrlich kein schlechter Film sein.

Natürlich ist er billig gemacht, natürlich ist er kein großer Wurf. Aber es ist ein extrem guter B-Film mit hohem Funfaktor. Und das gebe ich mir immer wieder gerne.