Brian Glover – Der französisch-schwedische Wrestlinglehrer

Brian Glover – Geboren am  2. 04. 1934 in Sheffield,  West Riding of Yorkshire, England, Gestorben am  24. 07. 1997 in London, England

Der 1,74 Meter große Brian Glover wuchs im Bezirk Barnsley in Sheffield auf. Sein Vater Charlie war Wrestler, der unter den Namen „Red Devil“ auftrat. Seine Mutter besaß ein Lebensmittelgeschäft. Er ging auf die Barnsley Grammar School und später auf die University of Sheffield. Hier studierte er Lehramt und wurde Lehrer für Französisch und Englisch. Um sein Studium zu finanzieren trat er ebenfalls als Wrestler auf. Zunächst unter den Namen „Eric Tanberg, der Blonde aus Schweden“. Später dann als „Leon Arras, Der Mann aus Paris“. Durch diese Rolle besuchte er auch Wrestlingevents in Zürich, Mailand, Paris oder Barcelona. Glover arbeitete aber auch nach seinem Studium weiterhin als Lehrer. Von 1954 (dem Jahr seiner ersten Ehe) bis 1970 blieb er an seine ehemaligen Schule, der Barnsley Grammar School. Einer seiner Kollegen war der Schriftsteller Barry Hines. Dieser verschaffte ihn dann seinem ersten Filmauftritt. Als Sportlehrer im Film KES von 1969 (welcher auf einen Roman von Hines basierte) hatte er seinen ersten Auftritt.

Durch seine Glatze und seinen enorm eindeutigen Yorkshire-Akzent und seinen rohen Charme folgten viele Auftritte in Film und Fernsehen. Nach seiner Rolle in KES wurde die Royal Shakespeare Company auf ihn aufmerksam. Hier spielte er dann in den folgenden Jahren viele Theaterstücke mit wie z.Bsp. in THE MYSTERIES (wo er Gott spielte),ROMEO UND JULIA  oder DON QUIJOTE. Es folgten Auftritte im britischen Fernsehen wie in THE OLD CURIOSITY SHOW. Durch seine Stimme wurde er auch viel als für Werbung oder TV-Slogans eingesetzt. So sprach er die Werbung für „Tetley Tea“ oder sprach das Maskottchen für die Musikshow „Now that´s what I call Music“. Auch sprach er für die UNO ihre TV-Werbung in den Jahren 1995-96.

Seine Filme umfassen u.a. Rollen in AN AMERICAN WEREWOLF IN LONDON, ALIEN 3, DER GROßE EISENBAHNRAUB, JABBERWOCKY, BRANNIGAN oder der Bollywoodfilm 1942: EINE LIEBESGESCHICHTE Glover war auch als Autor tätig. Er schrieb nicht nur eine Kolumne in einer Zeitung in Yorkshire. Er war auch Autor von Film und Fernsehstücken. So schrieb und inszenierte er Kurzfilme. Auch wurde ihm die Rolle des Dr. Armstrong im Film LIFEFORCE angeboten.

Glover war zum zweiten Mal mit der Produzentin Tara Prem verheiratet, hat zwei Kinder und starb 1997 an einem Hirntumor.

Auch wenn wahrscheinlich sehr wenige sein Gesicht kennen, so ist er doch sehr prägender Natur. Sei es als Gast in der Taverne in AN AMERICAN WEREWOLF IN LONDON oder als Chefaufseher in ALIEN 3. Seine Präsenz ist wahrlich einmalig. Es lohnt sich diesen Kerl mal immer wieder anzusehen. Und wer Filme im Original gerne hört wird erstaunt sein über seine Stimme.

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