Inhalt:

L.A.-Cop Tucker (Bill Paxton) und seine hübsche Kollegin Flynn (Lindsay Frost) geraten durch Zufall in ein Labyrinth mysteriöser Ereignisse. Was steckt hinter dieser Serie bizarrer Morde? Die beiden setzen sich auf die Spur des Unheimlichen, werden jedoch von einer Top-Secret-Division der CIA gestoppt. Der undurchsichtige Special-Agent Villano (John Hurt) setzt Polizeichef Mac (Louis Gossett jr.) brutal unter Druck und zwingt ihn, seine Spürhunde zurückzupfeifen. Die aber ermitteln auf eigene Faust weiter: was für ein tödliches Geheimnis verbirgt sich hinter der monolithischen „Festung“ des wahnwitzigen Villano? Tucker und Flynn werden Jäger und Gejagte.

Filmisches Feedback:

Zu Unrecht vergessenes B-Filmkleinod

Was kennen wir eingefleischten SF/Horrorfans nicht alles an Filmen. Wir wissen z.T. wie die Storys funktionieren, wir kennen die Personenkonstellationen, wir kennen die Mechanismen eines ordentlichen SF/Horrorkrachers. Das kennen andere auch und versuchen stets uns zu befriedigen und uns etwas Neues zu bieten. Aber nur manchmal. Häufig wird doch vieles genommen was wir kennen, in einen großen Zutatenmixer gepackt, kurz verquirlt und dann kommt etwas als Film dabei heraus, das wie ein altbekanntes Gericht ist: wir kennen das zwar alles schon, essen es aber dennoch nur um später festzustellen: So schlecht ist althergebrachtes nicht.

So erging es mir bei diesem Film. Ein Hybrid aus den genialen THE HIDDEN (1987) und ALIEN (1979). Also irgendwie zumindestens. Regisseur John E. Eyres hat schon so einige Trashperlen geliefert a lá SHADOWCHASER I – III (1992 – 1995) OCTOPUS (2000) oder auch X-TRO II (1990 als Produzent). Aber hier hat er für seine Verhältnisse einen richtig gut gemachten SF-Actioner der Marke B+ abgeliefert. Auch die Macher hinter den Kulissen sind durchaus Profis. Filmkomponist Frank Becker ist vor allen bekannt durch seine Musik zur TV-Serie BRAVE STARR (1987 – 1988). Und Cutter Joel Goodman schnitt schon THE ABYSS (1989), MISSING IN ACTION (1984) oder FREITAG DER 13, TEIL 4 (1984). Und es hat zwei Gründe warum dieser Film besser ist als viele Dutzendware.

1.) Eyres schafft es tatsächlich aus den vielen Mix bekannter Vorlagen einen erfrischend actionlastigen SF-Film zu drehen, der sogar noch spannend ist und über eine gewisse Atmosphäre der Düsternis verfügt. Auch wenn die Story manchmal konfus erscheint, so ist sie dennoch wunderbar nachvollziehbar.

2.) tragen die Schauspieler diesen Film. Was bei einem SF-Film ja häufig weniger der Fall ist, da die SFX und allerlei Bumm Bumm im Vordergrund stehen. Die Schauspielriege hier ist nicht zu verachten für einen B-Film: Bill Paxton (für immer Hudson und für den diesen Film der Gewinner des Vokuhila-Gedächnis-Preises), Lindsay Frost (RING (2002) , COLLETERAL DAMAGE (2002) ), Oscargewinner Louis Gossett jr. ( DER STÄHLERNE ADLER (1986) , ENEMY MINE (1985)) oder auch die erlauchte Eminenz des englischen Kinos John Hurt (ALIEN (1979) , DER ELEPHANTENMENSCH (1980)). Allesamt namhaft gute Schauspieler wenn man ihnen ihren Freiraum gibt. Und das tut Eyres hier. Sie toben sich aus und so kann man sagen:

Ein wunderbares SF-Buddymovie in B-Filmmanier der trotz viel Pyrotechnik und einer konfusen Storyline hier einiges zu bieten hat. Ansehen lohnt definitiv.