Columbo (1968 – 2003)

“Eine Frage hätte ich da noch…”

Peter „Columbo“ Falk, der Mann mit dem Glasauge, ermittelte zwischen 1968 und 2003 im Fernsehen. Die Serie wurde allerdings zwischen 1978 und 1989 unterbrochen, bis man sie wieder fortführte, dann allerdings auf einen anderen Sender. 69 Fälle hatte er in dieser Zeit zu bearbeiten, und dabei immer den Mörder oder die Mörderin überführt. Anders als in herkömmlichen Krimis, wo der Täter erst am Ende eines Falls bekannt gemacht wird, wusste der Zuschauer bei Columbo, wer der Mörder war und begleitete den Inspektor bei der Spurensuche. Dabei kam – zumindest bei mir, aber sicherlich auch bei sehr vielen anderen Zuschauern – nie Langeweile auf. Mir persönlich hat die enorme Höflichkeit bei Columbo immer gefallen. Nie hat er die Verdächtigen angepöbelt, bedroht oder eingeschüchtert, so wie es sehr häufig in anderen Krimiserien, wie zum Beispiel beim „Tatort“ in den letzten Jahren immer häufiger vorkommt, sondern den Täter oder die Täterin mit anderen psychischen Tricks in die Enge getrieben und dabei nie die Contenance verloren. Und dabei machte er immer den Eindruck, als sei er der Schwächere. Der Mörder / die Mörderin sollte den Eindruck bekommen, als sei er einfältig und trottelig. Und dennoch hatte er immer – trotz Glasauge – den Durchblick. Trafen Columbo und der Täter / die Täterin zum ersten Mal aufeinander, wusste er sofort, dass es sich bei der Person um den Mörder / die Mörderin handelte und blieb dann solange in seiner / ihrer Nähe, bis diese irgendwann total verunsichert war und den entscheidenden Fehler beging und damit überführt wurde…

Sicherlich ist nicht jede Folge perfekt und immer gut durchdacht, das muss auch ich zugeben, aber es handelt sich bei Columbo schließlich um eine Fernsehserie, und da muss es etwas schneller gehen als im Spielfilm, obwohl die meisten Folgen von Columbo Spielfilmlänge haben.

Meine erste Begegnung mit Columbo war zu der Zeit, als RTL die Filme aus der Zeit zeigte, die ab 1989 entstanden. Später zeigte der Sender auch die alten Folgen aus den 1970er Jahren, die zum Teil schon in der ARD ab 1975 zu sehen waren. Der Pilotfilm, der 1968 entstand, zeigte die ARD sogar schon ein Jahr später, also 1969. Damals wurde Peter Falk noch von Uwe Friedrichsen synchronisiert und man sprach den Namen Columbo mit deutscher Betonung „Kolumbo“ aus, man wollte damit wohl andeuten, dass es sich bei diesem Namen um einen italienischen Namen handelt und den amerikanischen Slang vermeiden. Das wurde im zweiten Film, der 1971 entstand und gleichzeitig die Serie einläutete, fortgeführt. Außerdem hatte man bei den ersten beiden Filmen die eigentliche Amtsbezeichnung Lieutenant beibehalten und ihn nicht als Inspektor angeredet. Warum man das ab den dritten Film änderte, habe ich im weltweiten Netz nicht herausfinden können. Tatsache ist, dass er im O-Ton immer Lieutenant war und kein Inspektor. Bei Folge 66 und 67 hat man ihn seltsamerweise wieder Lieutenant genannt. Also, wenn es da draußen jemanden gibt, der uns das erklären kann, warum man in der deutschen Synchronisation aus dem Lieutenant einen Inspektor gemacht hat, dann soll er sich nicht scheuen, uns sein Wissen mitzuteilen. 🙂

Die darauf folgenden Filme sendete die ARD erst ab 1975 alle vierzehn Tage. Aber es wurden nicht alle Folgen gezeigt, sondern nur Ausgewählte, und manche Folgen wurden auch aus Zeitgründen geschnitten. Und ab da hatte Peter Falk einen anderen Synchronsprecher. Bis zum letzten Fall wurden so einige Leute für ihn eingesetzt. Das fällt besonders dann auf, wenn man die Serie komplett hintereinander ansieht, was man ja heutzutage, im Zeitalter von DVD und BluRay, tun kann.

Columbo wurde im amerikanischen Fernsehen von NBC ausgestrahlt. Als die Serie 1978 eingestellte wurde, spielte Peter Falk in diversen Spielfilm mit, zum Beispiel in „Das Große Dings bei Brinks“ oder „Kesse Bienen auf der Matte“. Auch für deutsche Filme stand er vor der Kamera. 1987 drehte er unter der Regie von Wim Wenders den Film „Der Himmel über Berlin“. Ab 1989 sendete ABC den ersten Columbo einer neuen Staffel. Produziert wurde die Serie aber immer von Universal Pictures, die sie auch auf DVD und BluRay weltweit vertreibt.

Die Serie Columbo gibt es als DVD und BluRay. Alle Folgen sind ungeschnitten, unterscheiden sich aber bei manchen Folgen in der Synchronisation gegenüber den TV-Fassungen oder alten Videoveröffentlichungen, die es auch mal gegeben hat. Wenn man die betroffenen Folgen aber nicht kennt, macht das keinen Unterschied. Bei einigen Folgen setzen deutsche Untertitel bei den Szenen ein, die man damals aus Zeitgründen herausgeschnitten hat.

Hier noch ein paar Links, wo ihr noch mehr Informationen über diese Serie bekommen könnt:

Erste Deutsche Columbo-Homepage:

http://www.columbo-homepage.de/

Columbo in Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Columbo

Liste der Columbo-Episoden mit US-Erstausstrahlung und deutscher TV-Erstausstrahlung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Columbo-Episoden

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