Aenigma (1987)

Ein Streich, den der Turnlehrer Fred mit den Schülerinnen des St. Mary’s College ausheckt, endet für das Opfer Kathy durch einen anschließenden Unfall im Koma. Sie rächt sich grausam an den Tätern, indem ihr Geist von der neuen Schülerin Eva Besitz ergreift. Mit ihr als Werkzeug begeht sie eine Serie von Morden.

Aenigma ist auch unter dem Titel “Dämonia” allseits bekannt, Regisseur war Luici Fulci, der hier mal versucht hatte vom Splatterimage wegzukommen, leider, in meinen Augen total fehlgeschlagen. Lucio Fulci starb 1996. Das Vermächtnis des bekannten Splatter-Regisseurs, der Sittenwächter mit „Ein Zombie hing am Glockenseil“ oder „Das Haus an der Friedhofsmauer” dauerhaft beschäftigte, zeigte uns hier eher einen Thriller der ruhigen Gangart ohne viel Schnick Schnack. Die Geschichte von Aenigma ist nicht sonderlich neu, man hat sie schon allzu oft in Filmen wie: “Susperia”, Phenomena” und “Carrie” erlebt und gesehen. Der Regisseur hat hier versucht eigene Ideen hineinzubringen, und typische Fulci Komponenten wurden schlichtweg gar nicht miteingebaut. Kaum Atmosphäre, kaum Splatter und vor allem eine langweilige Story. Die Darsteller sind im unteren Bereich anzusiedeln und keiner sticht durch brilliante Leistungen aus der Masse hervor. Jedoch taucht ein bekannter Name auf, die Rede ist von: Lara Lamberti, die Nichte von Klaus Kinski, und Cousine von Nastassja Kinski. Fulci ließ es sich nicht nehmen auch hier wieder eine kleine Rolle zu besetzen, er spielte den Kommissar, der aber mit der Story nicht viel zu tun hat. Die Geschichte von Aenigma rauscht im Prinzip am Zuschauer vorbei, ohne das man an irgendwelchen Dingen, Handlungen kleben bleibt. Aenigma weist ein paar Längen auf, langweilige Dialoge runden das Gesamtbild ab. Dämonia ist ein kläglicher Versuch eine interessante Geschichte filmisch umzusetzen, da bringen die Ekelszenen mit den Schnecken auch nicht viel. Fulci hätte dem Splattergenre treu bleiben sollen. Ich hatte lange aufgeschoben mir Aenigma anzuschauen, und nun nach vollendetem Werk, bin ich leider gar nicht sonderlich begeistert. Ich habe mich eher gelangweilt und war nicht gefesselt oder fühlte mich nicht gut unterhalten. Wahrscheinlich nur was für wahre Fulci-Fans ist Aenigma geeignet.

Ich gebe Aenigma nur 3 / 10 Punkten