Alarm im Weltall (1956)

Das Raumschiff unter dem Kommando von Comander J.J. Adams landet auf dem fernen Planeten Altair 4, obwohl man über Funk mitteilte, dass ein Besuch unerwünscht ist. Adams und seine zwei Offiziere lernen auf dem Planeten Dr. Edward Morbius kennen, dem einzigen Überlebenden einer vor Jahrzehnten auf Altair 4 gelandeten Crew, dessen Ziel es war, den Planeten zu kolonisieren und die eine Seuche dahin gerafft hatte. Doch Morbius lebt nicht allein auf dem Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten, der nahe zu alles könnender selbst konstruierter Roboter Robby hilft Mobius bei der Ergründung der Geheimnisse des Planeten und seiner auch attraktive Tochter Altaira leistet ihm Gesellschaft. Da Altaire bisher keinen Kontakt zu anderen Männern, außer ihrem eigenen Vater hatte, bringt sie die Crew von Adams auf Grund ihrer Naivität und Unwissenheit ziemlich durcheinander. Doch noch viel interessanter als die junge Frau ist für Adams, das Morbius die Überreste eine längst untergegangene Millionen Jahre weiter entwickelten Zivilisation entdeckt hat. Doch etwas stimmt nicht auf Altair 4, denn Nachts werden die Männer um Commander Adams von einen unheimlichen und unsichtbaren Monster angegriffen…

 Ohne jeden Zweifel gehört Alarm im Weltall aus dem Jahre 1956 des seit nunmehr 49 Jahren verstorbenen  Regisseurs Fred M. Wilcox, zu den wohl bekanntesten Science Fiction Klassikern der 1950er Jahre , was wohl auch damit zu tun hat, dass ein damals erst 30 jähriger Leslie Nieslen, den wir alle aus Die nackte Kanone kennen und lieben und leider Gottes 2010 im Alter von 84 Jahren verstarb, mitunter in der Hauptrolle zu sehen ist, Aber nicht nur ein relativ junger Leslie Nieslen macht Alarm im Weltall zu einem der wahren Klassiker, sondern auch die Tatsache, dass der Film bis datum wohl mit den neusten Tricktechniken produziert wurde. 

 Unter anderen arbeitete A. Arnold Gillespie an Alarm im Weltall mit, der 1939 in der ersten Kinoverfilmung von Victor Flemings Der Zauber von Oz mit Judy Garland in der Hauptrolle für die heute noch beeindruckenden Spezial Effekte zuständig war. Dazu kommt noch, dass sich Anne Francis als Morbius’ Tochter Altaira für einen amerikanischen Film in den 1950, wo die Amerikaner damals noch prüder waren als heute, relativ freizügig und viel Beinfreiheit erlaubte. Anne Francis starb 2011 in Kalifornien im Alter von 80 Jahren und war noch nach 1990 in TV-Serien wie Nash Bridges, Hör’ mal, wer da hämmert und zu letzt in Without a Trace – Spurlos verschwunden in Gastrollen zu bewundern.

 Walter Pidgeon, der in Alarm im Weltall den Dr. Morbuis spielt, wechselte schon von Anbeginn seiner Karriere zwischen verschiedenen Charakterrollen hin und her und wirkte in beinahe allen Genres mit. 1972 spielte er zusammen mit Charlton Heston in dem Action-Drama Endstation Hölle und starb 1987 in Kalifornien im Alter von 87 Jahren.

Alarm Im Weltall ist ein wunderbarer Science Fiction Klassiker mit tollen Kulissen, die in den Metro-Golwyn-Mayer-Studios in Kalifornien aufgebaut dem Film das richtige Flair- und dessen mysteriös spacig anmutende Sound von Bebe und Luis Baron Alarm im Weltall nahe zu einzigartigen Charme verleihen. 

Natürlich darf man in Alarm und Weltall nicht vergessen auf den knuffigen Roboter, Robby the Robot einzugehen, unter dessen doch recht ungewöhnlicher Erscheinung der seit seinem 6. Lebensjahr vor der Kamera stehenden Frankie Darro steckte, der in vielen Filmen wie zum Bespiel der Militär- beziehungsweise U-Boot-Komödie Unternehmen Petticoat von 1959 in einer Nebenrolle mitwirkte. Die Originalstimme des einzigartigen Roboters mit seinem durchaus charmanten Stil kam von Marvin Miller, der oft als Sprecher in Filmen und TV-Serien wie In der Gewalt der Riesenameisen oder gar M.A.S.H. zu hören war. Robby the Robot als Charakter an sich war so erfolgreich, dass er in dem Science Fiction Klassiker The Invisible Boy, den es in Deutschland leider allein nur als Bonusfilm auf den Alarm im Weltall- Spezial Editionen auf DVD und BluRay gibt und jede Menge Auftritte in Science Fiction-Serien wie in Die Weltraum-Akademie von 1977 sowie Kurauftritte (wenn jemand im Film TV schaut) in Filmen wie Gremlins – Kleine Monster hatte (und auch von Miller, der 1985 im Alter von 71 starb gesprochen wurde).

Robby the Robot ist wohl mitunter den Zylonen aus Kampfstern Galactica und RS-D2 und C-3PO aus Star Wars der bekannteste Roboter der Filmgeschichte. Mir persönlich gefällt Alarm im Weltall sehr gut, obwohl man hier bewusst auf die für das Science Fiction-Genre eher typische Weltraumgeballere und Action verzichtet hatte. Auf DVD und BluRay ist Alarm im Weltall von Warner veröffentlicht worden und gehört meiner Ansicht nach in jede Filmsammlung.

Wertung: 10/10 Punkten 

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