Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück (1980)

Es ist ein vermeintlicher Stein, der bei einer Expedition unter einer Gruppe von jungen Forschern, die eine Höhle untersuchen wollen für Horror sorgt. Denn der Stein entpuppt sich als blutrünstiges Alien, dass die Höhlenforscher einem nach dem anderen dezimiert.  Panisch versuchen die wenigen Überlebenden aus dem Höhlenlabyrinth einen Ausweg zu finden, doch es scheint keinen zu geben. Als sie dann doch den ersehnten Ausgang finden müssen sie entsetzt feststellen, dass irgendetwas inzwischen mit der Welt geschehen ist, die wie entvölkert scheint… und auch das Alien hat einen Ausweg aus der Höhle gefunden und verfolgt die verzweifelten letzten Forscher…

  Im Grunde genommen beschreiben diese kurzen Sätze recht gut den Inhalt des Filmes mit dem Titel Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück, wenn man von einem zusammen hängenden Inhalt überhaupt reden kann. Dieser Film von 1980 des italienischen Filmemachers Ciro Ippolito, der in Italien für so einige ziemlich billig daher kommende Filme auch als Produzent verantwortlich war, übertrifft mit Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück alles bisher an Trashfilmen im negativem Sinne dagewesene. Ein Film, der weder einen vernünftigen zusammenhängenden Inhalt, noch irgendwie eine Logik besitzt ist Ippolitos bekanntestes Machwerk, der trotz aller Mängel in Fankreisen aber einen mir persönlich unbegreiflichen Kultstatus besitzt.

Es ist wohl kein Zufall, dass dieses Machwerk an den Blockbuster von Ridley Scott aus dem Jahre 1979, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt  vom Titel her erinnert, wurde er in Deutschland sogar einmal unter dem Alternativtitel Alien 2 veröffentlicht, wofür dieser Film aber allem Anschein nach selbst nichts kann, da ich glaube, dass es einfach wieder einer dieser etlichen Täuschungsversuche der Filmvertriebe war, einen unerträglich miesen Film den gutgläubigen Filmfreunden unterzujubeln… und was bietet sich da besser an, als einen Schwachsinn als vermeintliche Fortsetzung eines großartigen Kinoerfolges wie Alien anzukündigen?

Der Film Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück beginnt eigentlich recht interessant, werden uns hier Originalaufnahmen der Rückkehr einer Raumkapsel, die im Meer landet präsentiert – aber das ist auch schon das einzige was ich persönlich dem Film als Pluspunkt anrechnen kann, denn danach werden nur noch abstruse Szenen aneinander gereiht, die weder zueinander passen noch irgendwie einer verständlichen Logik folgen. Kurz nach der originalen Sequenz der wassernden Raumkapsel wird der Film auf eine kleine Gruppe von Leuten gelenkt, die sich auf eine Höhlenexpedition vorbereiten.  Während eine dieser Leute, ein Medium mit übersinnlicher Wahrnehmung, dargestellt von Belinda Mayne, die vielleicht einige aus dem TV-Film Goliath – Sensation nach 40 Jahren mit Christopher Lee kennen werden, ahnt, dass diese Expedition unter keinem guten Stern steht und die Ankunft des Aliens auf der Erde spürt – allerdings ist nicht klar, wie es auf unseren Heimatplaneten gekommen ist – liegt das Alien als Stein getarnt plötzlich im im Sand an einer Strandtoilette. Klar, Steine am Strand sind selten und so wird dieser Gesteinsbrocken aufgehoben und mit auf die Tour in die Höhle genommen.

Die Höhlenaufnahmen sind eigentlich ganz gut und wirken im gegensatz zum Rest des Filmes recht interessant. So klettern die Protagonisten, die aus der eben genannten Belinda Mayne, Michele Soavi (Ein Zombie hing am Glockenseil), Marc Bodin (Anthropopagus) oder anderen Unbekanntheiten, deren schauspielerische Leistung es nicht wert sind erwähnt zu werden. Sie dienen alleine dazu in der Höhle von dem Alien abgemurkst zu werden und vorher durch völlig unsinnige Dialoge die Zeit zu überbrücken. So krakseln die Leutchen durch die Höhle und der Stein, in dem sich ein kaum gezeigtes Alien aufhält fängt an diese Leute umzubringen.

Doch das schlimmste steht dem zuschauer noch bevor, nach einigen zwar netten aber völlig unsinnigen blutigen Effekten nimmt das Medium (Belinda Mayne Kontakt zu dem Alien auf, dass sich des Körpers eines Mitgliedes der Expedition durch die Höhle bemächtigt hat… aber mehr als dröge drein zu schauen bekommt diese außerirdische Lebensform nicht hin und somit werden auch keine Fragen geklärt, was eigentlich Sache ist. Noch schlimmer wird es, als die Überlebenden aus der Höhle kommen und in einer menschenleeren Großstadt auf einer Kegelbahn nach ihren Freunden suchen… und sie irgendetwas von nervendem Sound begleitet verfolgt… und zwar aus der Sicht eines unbeschreiblichen Dingens… das ist schwer zu beschreiben… irgendetwas rosafarbenes pulsierendes, was die kamera umgibt verfolgt dann die Überlebenden durch die Kegelbahn und gewährt dem Zuschauer einen Blick hinter die Apparatur, die die Kegel aufstellt … 

Es fällt mir schwer so einen unerträglich konfusen und unlogischen Film in einer zusammenhängenden Inhaltsangabe- bzw Beschreibung zu erklären, da in Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück nicht wirklich viel passiert, was man erklären könnte. Auf mich wirkt der Film völlig zusammenhanglos und billig, was er mit seinem Budget von 400,000,000 italienischen Liren auch war. Kam zu glauben, dass Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück nach einem Drehbuch von Ippolito entstanden sein soll, da dieses konfuse Machwerk so scheint, als hätte nie ein Skript existiert, sondern einfach völlig wild drauf los gefilmt wurde und hoffte, dass sich ein im entfernten Sinn zusammenhängender Inhalt von selbst ergeben würde. Nein, liebe Freunde, ich verstehe nicht, wass manche Leute an dem film so großartig finden. Auch ich bin ein Fan von Trashfilmen, wie die von Troma oder selbst den heutigen , wie sie zu Hauf auf Tele 5 laufen, aber Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück ist meiner Ansicht nach eine Beleidigung an die Intelligenz der Zuschauer.   Was in diesem Film vor sich geht, die schreiende Unlogik, die lahme Story und die unsinnigen (deutsch synchronisierten) Dialoge sind meiner Ansicht nach eine Zumutung.

Selbst wenn vielen Leuten, die Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück etwas positives abgewinnen können, von einem absichtlich billig produzierten Rip-Off schreiben und genau seine Unlogik preisen, die dem Film ihrer Meinung nach einen gewissen Charme verleiht sowie seinen Trashbonus, so kann ich mich persönlich diesen Meinungen nicht im geringsten anschließen. Meiner Ansicht nach ist Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück kein Film, sondern eine einzige Zumutung, die weder Spaß macht, noch unterhaltsam ist oder auf irgendeine Weise eine Atmosphäre besitzt – alles ist an diesem Film schlecht … und das nicht im positiven erheiterndem Sinne…  aber natürlich ist das alles auch eine persönliche Ansichtssache… und wer trotzdem diesen Murks namens Alien – Die Saat des Grauens kehrt zurück erwerben will, kann sich die recht seltene VHS von Greenwood oder die DVD oder BluRay (!) von CMV aneignen … ich persönlich würde diesen Schmu jedenfalls nicht geschenkt bekommen haben.   Liebe Filmfreunde, bitte denkt daran, dass ich hier nur aus meiner persönlichen Sichtweise schreibe, die nicht mit Eurer übereinstimmen muss.  Wer diesen Film mag, soll sich nicht persönlich angegriffen fühlen.  

Meine ganz persönliche

Wertung: 1/10 Punkten   

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