American Werewolf in Paris (1997)

Serafine stürzt sich vom Eiffelturm. Kurz vor dem Aufprall kann Bungee-Jumper Andy sie retten und lässt sie auf den Boden gleiten. Für den amerikanischen Urlauber Andy ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Serafine möchte Abstand halten, denn sie hütet ein dämonisches Geheimnis. In Vollmondnächten verwandelt sie sich in eine kannibalische Kreatur. Auf der Spur dieses Geheimnisses fällt Andy einer Sekte zum Opfer, die es geschafft hat, den Vollmondfluch zu überwinden. Mit der Injextion eines Serums ist es möglich geworden, sich jederzeit in einen Werwolf zu verwandeln…


Im Jahr 10981 schuf Regisseur John Landis mit AMERICAN WEREWOLF IN LONDON einen Meilenstein im Horror-Genre. Vor allem im Sub-Genre der Werewölfe. Man denke da nur an die aufwendig mit Trick und Puppentechnik geschaffene Verwandlungsszene von Mensch um Werewolf. Im Jahr 1997 also genau 16 Jahre später drehte Regisseur Anthony Waller eine indirekte Fortsetzung. Diesmal spielt sich die Geschichte des Films in der Stadt der Liebe ab, in Paris.

AMERICAN WEREWOLF IN PARIS kann mit guten originalen Drehorten, passablen Geschichte, guten Schauspielern punkten. Anders als zum Vorgänger wurde hier mehr darauf geachtet eine Horror-Komödie zu schaffen. Zwar sind die Gags und Sprüche eher einfallslos und dürftig im Witz, erfüllen aber ihren Zweck sich vom Vorgänger abzugrenzen.

Der Film nimmt sich an vielen Stellen nicht selber Ernst was man im späteren Verlauf der Story deutlich erkennen kann. Hinzu kommt das der Streifen dieses mal eher für das jüngere Publikum inszeniert wurde. Was sichtlich keine falsche Entscheidung war.

Doch kann AMERICAN WEREWOLF IN PARIS mit ein paar derben Szenen punkten, was eine Freigabe von FSK 16 sichtlich rechtfertigt. Doch ein Problem hat sich nach Sichtung bei mir deutlich gemacht: die Effekte sind verglichen mit anderen Produktionen aus den 90er Jahren deutliche Differenzen. In den 90er Jahren wurde der Green Screen populär und kam bei Filmemachern mehrmals zum Einsatz. Die Computertechnik war teilweise noch unausgereift und steckte in den Kinderschuhen. Die Verwandlungsszenen zum Beispiel wirken sehr einfach und primitiv und sind deutlich als Effekt zu erkennen. Auch diverse andere Kameraeinstellungen wie Sprünge vom Eiffelturm sind mehr als deutlich als einfacher Trick zu erkennen. Das nimmt dem Film etwas an Charme und Ausdrucksstärke. Verglichen zum vorhandenen Budget von knapp 22 Millionen US-Dollar sehr dürftig.

Seit kurzem ist AMERICAN WEREWOLF IN PARIS vom Label TURBINE MEDIEN im schicken, limitierten Mediabook erschienen. Somit bekam der Film seine Blu-ray Premiere. Das Bonusmaterial kann sich durchaus sehen lassen. Zu empfehlen ist das auf der Scheibe befindliche Making Off.

Für Werewolf Fans sicher eine Empfehlung und Must Have für die Sammlung. Wer jedoch einen würdigen Nachfolger erwartet wird etwas enttäuscht sein.