Amityville – A New Generation (1993)

Jeder der sich gerne auch mal ein schickes VHS Cover oder Poster anschaut, egal ob in unserer Retro Zeit oder Aktuell – fast überall stehen reisserisch klingende Slogans drauf. „Beruht auf einer wahren Geschichte“ ist wahrscheinlich der zumeist verwendete, und auch in den meisten Fällen völlig herbei gezogen. Bei dem Cover von der VHS zu „Amityville – A New Generation“ aus dem Jahr 1993 springt einem der Spruch „DAS GRAUEN NIMMT KEIN ENDE“ förmlich ins Auge – um es knapp zu formulieren: Ja, genau, kein Ende! Immerhin ist es schon der 7.te Teil der Horror Filmreihe die sich mit Amityville befasst. Regisseur John Murlowski wagte mit „Amityvill 7“ nochmal einen Versuch im Horror Genre, zuvor drehte er den Streifen „Return of the Family Man“ und 1996 mit Hulk Hogan die Komödie „Santa Claus mit Muckis“, der es bis dato auch nur auf VHS in den Handel geschafft hat.

In „Amityville 7“ rückt das grauenhafte Haus in den Hintergrund, und die Thematik wird mehr auf die Familie Bronner gesetzt – das ehemalige Massaker im Haus. Das Grauen nimmt Gestalt in Form eines antiken Spiegels an, und verändert das Bewusstsein von den Menschen die sich eine längere Zeit in der Nähe ihres Spiegelbildes aufhalten. Menschen verschwinden spurlos, andere werden übel zugerichtet entdeckt und manche betreiben noch Selbstmord auf unerklärliche Weise – wer steckt hinter den mysteriösen Todesfällen? Hat es was mit der Familie Bronner zu tun, steckt das Horrorhaus dahinter?

Diese Fragen die sich auch der Zuschauer im Laufe des Films stellt, werden leider nur mit mäßigen Tempo erzählt. Die Story ist recht lahm und beinhaltet einige Längen die es einem nur sehr schwer machen, den Film aufmerksam zu verfolgen. Die Drehbuchautoren haben zwar versucht etwas frischen Wind in den Plot zu stricken, doch sie haben sich wohl sozusagen verstrickt. Die Story wirkt träge und langweilig, selten passieren unvorhersehbare Dinge, Schreck oder Schockmomente sucht man vergebens und Gewalt ist nur in einer Szene zu sehen – zwar recht ansehnlich aber zu kurz. Somit ist der Spannungsaufbau gleich null, und man erwartet freudigst den Abspann um die Kassette wieder zurück zu spulen und ab ins Regal damit.

Es gibt Fortsetzungen die sind gelungen und bereichern einen ersten Teil sehr, und es gibt Fortsetzungen die kein Mensch braucht – das Grauen nimmt kein Ende – doch wenn die Kassette wieder in der Hülle verschwunden ist.