Andreas Wisniewski – Der buddhistische Killer

Andreas Wisniewski – Geboren am 03.07.1959 in (West-) Berlin

Was wären die JAMES BOND- Filme ohne einen zünftigen Bösewicht und ihre Handlanger? Genau, garnichts. Und das diese Bösewichte sehr gerne von Deutschen verkörpert werden ist wahrscheinlich nur reiner Zufall. Aber dieser Reiner hat uns so immer wieder tolle Charaktere geschenkt wie Gert Fröbe als GOLDFINGER (1964), Klaus Maria Brandauer  in SAG NIEMALS NIE (1984) oder Götz Otto in JAMES BOND – DER MORGEN STIRBT NIE (1997). Andreas Wisniewski spielte ebenfalls solch einen Handlanger des Bösen. Im Film JAMES BOND 007 – DER HAUCH DES TODES (1987) war er als Necros zu bewundern, der Bond wieder Mal das Leben sehr schwer machte.

Der 1,94 Meter große Wisniewski machte zunächst eine Ausbildung zum klassischen Balletttänzer. In dieser Funktion trat er u.a. in Berlin und München auf, ehe er sich der Schauspielerei zuwandte. Nachdem er im Musikvideo von Eltons Johns NIKITA (1985) auftrat, gab er sein Kinodebüt 1986 in Ken Russells GOTHIC. Dann folgten gleich zwei Filme hintereinander, die ihn unvergessen werden lassen. Zunächst als Killer im oben erwähnten HAUCH DES TODES. Und dann sah man ihn als einen der Geiselnehmer in John McTiernans STIRB LANGSAM (1988). Das ikonische Bild vom erschossenen Tony im Fahrstuhl mit dem Pullover und der Aufschrift: NOW I HAVE A MACHINE GUN HO-HO-HO. Das ist oder war Andreas Wisniewski.

Der Sohn eines Polen und einer Deutschen trat danach in einigen TV-Serie auf wie in AUSGERECHNET ALASKA oder SUPERBOY. 1995 sah man ihn dann in Stephen Norringtons Debüt DEATH MACHINE und ein Jahr später in Brian de Palmas Version von MISSION: IMPOSSIBLE. Diese Rolle wiederholte er 2011 in MISSION: IMPOSSIBLE – GHOST PROTOCOL.

Zurück in Deutschland war er in unterschiedlichen TV-Serien zu sehen wie BALKO, ALARM FÜR COBRA 11, UNSER CHARLY oder SOKO MÜNCHEN. 2001 gab er sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm INSPIRATION.

Der Vater von drei Kindern lebt in Berlin und ist praktizierender Buddhist.