Auf U-17 ist die Hölle los (1959)

Das neuste, modernste und mit Atomantrieb ausgestattete U-Boot Tigershark wird unter dem Kommando von Commander Wendover in die Arktis ausgesandt um das mysteriöse Verschwinden von Schiffen aufzuklären. Doch das ist gar nicht so leicht, da das Ziel der Verfolgung, das man für den Schuldigen hält, der ein Schiff nach dem anderen versenkt, dem U-Boot immer ein Schritt voraus zu sein scheint und auf Grund seiner Schnelligkeit um einiges technisch weiter entwickelt. So kommt der extra für diese Mission dem U-Boot zugeteilte Wissenschaftler und Nobelpreisträger Sir Hunt zu der unglaublichen Erkenntnis, dass der Angreifer außerirdischen Ursprungs sein muss, da das Gefährt, seine Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit bei weitem das übersteigt, was derzeit auf der Erde machbar wäre. Und so jagt die Tigershark dem unidentifizierbaren Unterwasserobjekt hinterher und macht die Bekanntschaft mit der dritten Art….

 Für einen Science Fiction-Streifen aus den 1960ern ist Auf U-17 ist die Hölle los eigentlich ein eher ungewöhnlicher Film, was aber nicht daran liegt, dass er in schwarzweiß gedreht wurde, sondern viel mehr an der Tatsache, dass hier das Fremde anstelle wie üblich aus dem All kommend im Ozean sein Unwesen treibt. Dazu erinnert der deutsche Filmtitel eher an eine U-Boot-Komödie wie Unternehmen Petticoat, anstatt an einen Film aus dem Science Fiction Genre.

 Zugegeben anfangs ist es auch schwer u glauben, dass der Film sich zu einem solchen entwickelt, wirkt er zu Beginn ein wenig wie ein Kriegsfilm, kommt das Element des phantastischen Filmes erst relativ spät dazu. Regisseur Spencer Gordon, der auch schon die ersten Abenteuer in den 1940ern einiger Comic-Superhelden wie Superman und Batman verfilmte und sonst eher im Abenteuer- und Western-Genre zu Hause war, gelingt mit Auf U-17 ist die Hölle los einen eher ungewöhnlichen Klassiker, da sein Film, wie ich schon schrieb, anfangs nicht wirklich wie ein Science Fiction-Film verhält, sondern sich erst einmal mit dem U-Boot und seiner Besatzung und einigen Querelen, die zwischen einigen der Crew-Mitglieder herrscht, beschäftigt. 

 So gesehen kann man auch Auf U-17 ist die Hölle los wieder in zwei Hälften teilen. Die Erste eher wie ein Drama anmutende, in denen das Hauptaugenmerk auf der Darstellung der Charaktere gelegt wird und deren Beziehungen zu einander, was eigentlich sehr authentisch und glaubwürdig anmutet und noch nicht viel auf einem Science Fiction Film vermuten lässt. Erst nach und nach gleitet der Film bis zur zweiten Hälfte in einen solchen über, was mit der Verfolgung des unbekannten Zielobjektes beginnt und mit einem relativ konfusen, aber durchaus unterhaltsamen Finale endet.

 Für viele Fans des phantastischen Filmes kommt allerdings das Element dessen ein wenig zu kurz beziehungsweise lässt es zu lange auf sich warten, dem ich aber nicht unbedingt zustimmen würde. In gewisser Weise gerade weil der Film Auf U-17 ist die Hölle los in den ersten Zügen nicht wie ein Film über Ufos und Aliens beginnt, ist die sich dorthin entwickelnde Geschichte um so faszinierender, da man erst mit einigen unbeantworteten Fragen konfrontiert wird und sich auch seiner eigenen Vorstellungskraft bedienen muss, was entweder für das ganze Tohuwabohu vor dem Nordpol verantwortlich ist und vor allem wer, wenn geklärt ist, dass es sich dabei um ein UFO handelt, dieses befehligt und steuert.

Ich finde dass dieser Spannungsaufbau keineswegs dem Film schadet, so arbeiten doch auch viele andere Filme wie zum Beispiel, um nur einen zu nennen, Gefahr aus dem Weltall beinahe nach dem selben Schema, dass man das Alien erst gegen Schluss in seiner ganzen Gestalt sieht, auch wenn bei dem Film von Beginn an klar ist, dass es sich um ein fremdes Wesen handelt, da gleich zu Beginn gezeigt wird, dass da etwas aus dem All gekommen ist.

 Aber ich finde man muss ja nicht immer nach dem gleichen Schema vorgehen, sondern ein wenig Abwechslung kann auch nicht schaden. Aber was dann gegen Ende ein erwartet, so finde ich, entschädigt auf jeden Fall das lange Warten auf das, was ein erwartet. Wieder einmal und schreibe das oft und gern wurde den Designern des Aliens – ich denke nicht,dass ich hier etwas groß verrate, da jedem klar sein müsste, dass irgendwann bei so einem Film den Zuschauer ein Alien erwartet, keine Grenzen in ihrer Kreativität gesetzt.

Im Gegensatz zu heutigen Filmen, wo ich immer das Gefühl habe, dass die Außerirdischen zwar nach sogenannten wissenschaftlichen Regeln gestaltet werden, aber doch irgendwie immer immer irgendwie bis auf wenige Ausnahmen entweder sich ähneln oder an Humanoide erinnern, was aber nicht heißt, dass alle Außerirdischen des modernen Science Fiction Filmes schlecht sind, nur dass man sich offensichtlich in den den Jahren vor 1970 weniger Gedanken machte, ob derartige Wesen auf Grund ihrer Anatomie, Biologie etc. überhaupt lebensfähig und somit möglich wären. es wurde einfach drauf los kreiert und das macht viele dieser kuriosen und bizarren Geschöpfe eben auch so interessant, fantastisch und außergewöhnlich.(natürlich gab es auch viele Erscheinungen von Außerirdischen, die nicht so originell waren, sondern einfach nur Menschen in Taucheranzügen oder einfach nur grottenschlechten Kostümen^^)

 Ich denke, man sollte sich Auf U-17 ist die Hölle los einfach mal anschauen und den Film auf sich wirken lassen. Achtung! Jetzt kommt wieder mein Gemoser, dass es den Film mal wieder nur auf DVD von Anolis in der teuren Galerie des Grauens – Reihe gibt und es zu hoffen gilt, dass ein anderes Label der Film auch noch mal herausbringt, damit er für jedermann erschwinglich wird.^^

 

Wertung: 8,5/10 Punkten