Azaracos – Dschungel der Gefahren (1999)

1980 und 1981 machte sich Regisseur Herb Freed gewissermaßen einen Namen im Slasher Genre, mit seinen Filmen „Jenseits des Bösen“ und „Graduation Day“, ein kurzes Aufflackern kam noch 1985 mit „Tomboy – Was für ein Mädchen“, doch dann blieb es sehr ruhig um ihn. Im Jahr 1999 machte er nochmal mit dem Film „Dschungel der Gefahren“ auf sich aufmerksam, man kennt den Film auch unter seinen Alternativtitel: „Azaracos – Dschungel der Gefahren“.

In diesem Abenteuerstreifen geht es um einen profitgierigen, schleimigen Investor, der plant eine moderen Touristikwelt in den Tiefen des Dschungels zu errichten. Eine alte Tempelanlage von einem längst verschwundenen Volk dient als Aufhänger und Baugebiet. Mithilfe von Chemikalien versucht er den Dschungel zu pletten, denn das Stück Land was er recht günstig erwarb, ist nur aus der Luft zu erreichen. Die Einheimischen die dort leben, begegnen ihn mit Skepsis, die sich später in Euphorie auswirkt, gegenüber den neuen technsichen Errungenschaften die völliges Neuland für das Volk darstellt. Doch der Einsatz der Chemikalien hat negative Auswirkungen, und er bekommt einen weiteren weiblichen Widersacher in Gestalt einer Forscherin, die sich auf der Suche nach dem verschwundenen Volk ist.

Die Story von diesem Dschungel – Abenteuer hört sich recht interessant an, doch sollte man sich gleich auf viele Dialoge einstellen! Wer hier auf Action und Dramatik im Dschungel hofft, wird elendig enttäuscht auf die Mattscheibe starren. Der Film zieht sich selbst sehr in die Länge, zwar bekommt man hin und wieder etwas Mystisches und Geheimnisvolles von den Einheimischen geboten, auch mal eine Leiche mit etwas geöffneten Korpus – aber das war es dann auch leider schon. Die Story versinkt in langweiligen, oft sinnlosen Dialogen. Beide Hauptcharaktere stehen sich nicht nur im Bereich der Story gegenseitig im Weg, ein gewisser Funke an Sympathie und Zusammenspiel wird nicht gezündet.

Betrachtet man sich das Setting, so wirkt es sehr glaubwürdig und realistisch, auch wenn wohl viele Szenen direkt im Studio entstanden sein mögen. Buschfeeling kommt auf – mit ein paar wilden Tieren, die nicht erfreut sind den Menschen zu begegnen.

Für die Hauptrollen wurden William Forsythe und Marina Sirtis verpflichtet. Forsythe kommt sehr glaubwürdig in seiner Rolle als Profitgierigen Schleimer rüber, kann jedoch den Film nicht retten bzw. halten. An seiner Seite steht Marina Sirtis, die recht attraktive Frau hüpft im typischen Dschungel Outfit – kurze Jeans und Tanktop (ohne BH) durchs Bild, somit ist nicht nur ihre schauspielerische Leistung eine Augenweide. Sie ist eine bekannte Schauspielerin und wirkte in dutzenden Filmen mit, sei es als Hauptdarstellerin oder auch in diversen kleinen Nebenrollen. Zu ihrer bekanntesten Rolle zählt zweifellos ihre Rolle als Deanna Troi in den „Star Trek“ Kinofilmen. Doch auch sie kann der lahmen Story kein Einhalt bieten – doch das liegt am unausgereiften Drehbuch. Keine Spannungsmomente, keine Überraschungen, alles zig mal aufgewärmter Plotbrei.

Wer sich jedoch solchen Mißständen stellen möchte, oder seine Sirtis Sammlung bereichern möchte, sollte sich nach der DVD umschauen, doch diese ist OOP (OutOfPrint) und erzielt enorme Preise bei Auktionen. Ein Dschungel Vertreter den man sehen kann, aber nicht unbedingt gesehen haben muss. Anschauen auf eigene Gefahr!