Bad Moon (1996)

Vieles was etwas mystisches an sich hat, faziniert den Menschen schon ewig, das dieses Interesse natürlich auch filmisch nicht unbeachtet bleibt, ist selbstredend. Auch was das Thema Werwolf angeht, so gab es in den vergangenen Jahrzehnten einige Vertreter mit der Thematik. Vorne weg, die Klassiker THE HOWLING und AN AMERICAN WEREWOLF IN LONDON, beide sogenannte Wegbereiter im Fach und somit haben es andere Produktionen recht schwer sich zu behaupten.

Im Jahr 1996 war es soweit und Regisseur Eric Red, der uns 1991 schon den Klassiker BODY PARTS servierte, wagte sich an ein Skript für einen Werewolfstreifen. Erfahrung mit mystischen Dingen sammelte er bereits 1987, als er als Produzent bei NEAR DARK – DIE NACHT HAT IHREN PREIS auftrat.

Die Story von BAD MOON ist simpel und einfach gestrickt, und kommt mit nur wenigen Schauspielern und Schauplätzen aus. Jedoch wurden die minimalistischen Gegebenheiten sinnvoll eingesetzt und das Endresultat kann sich durchaus sehen lassen und braucht sich hinter den Klassikern des Genres nicht zu verstecken. Das Tempo wird schon sehr früh angezogen und der Zuschauer befindet sich mitten im Geschehen, zwar bekommt man hin und wieder ein paar Klischees vor die Nase gesetzt, ich sage nur Sex im Zelt – und das im Wald! Doch die typischen Klischees stören eher weniger und der Zuschauer wird aber mit einem gut funktionierenden Spannungsaufbau entschädigt. Der Wechsel von ruhigen Passagen zu actionreichen ist gut in Szene gesetzt und lockert das Geschehen gut auf. Dafür das BAD MOON eine Freigabe von 16 Jahren besitzt, fällt er ziemlich blutig auf, hin und wieder bekommt man recht blutreiche Szenen präsentiert, die das Geschehen in der Story verdeutlichen und den Film realistisch wirken lassen. So ganz ohne Blut hätte er sicher an Glaubwürdigkeit verloren und wäre wohl eher im Dramen Genre beiheimatet.

Was die Effekte angeht, so muss man hier die Spezialisten loben und Anerkennung geben. Die Idee den Werewolf weiterhin wie ein Mensch auf zwei Beinen laufen zu lassen, halte ich für sinnvoll, denn immerhin ist er ja eine Mischung aus Mensch und Wolf. Desweiteren sind die Nahaufnahmen vom Gesicht des Wolfes und dessen Zähne sehr detailreich und aufwendig umgesetzt worden. Lediglich bei der Verwandlungsszene muss man ein paar Abstriche hinnehmen, da sind andere Streifen positiver aufgefallen.

Wer jetzt Interesse an diesem Streifen gefunden hat, sollte im Besitz eines Videorekorders sein, denn leider hat WARNER ihn bis dato nur auf VHS veröffentlicht. Es kursiert zwar eine DVD umher, die aber ein BOOTLEG ist.