Balduin, das Nachtgespenst (1968)

Inhalt:

Der Kunsthändler Balduin Mezeray (Louis de Funes) entdeckt auf den Rücken des älteren Herren Legrain (Jean Gabin) ein Tattoo. Das Tattoo stammt vom Maler Modigliani. Mezeray möchte dies unbedingt haben und bedrängt förmlich Legrain ihm das Tattoo zu verkaufen. Dieser ist aber wenig handlungsbereit. Unter der Bedingung Mezeray kommt mit ihn auf sein Schloss und hilft bei der Instandsetzung könnte Legrain mit sich reden lassen.

Filmisches Feedback:

Großer Spaß

Als eingefleischter Louis-de-Funes-Fan ist dieser Film einer der lustigsten und ungewöhnlichsten. Ungewöhnlich deshalb, weil das Duo Funes/Gabin gegensätzlicher nicht sein können und gerade daraus entspringt der Reiz diesen Film zu gucken. Zwar könnte ich nun auch über die “Gendarm von St.Tropez”-Reihe oder “Louis und seine ausserirdischen Kohlköpfe” lange referieren, aber wir wollen uns heute ja mal mit Filmen beschäftigen, die weniger Beachtung finden. Und ich finde, leider gehört dieser dazu. Alternativ hieß dieser Film in Deutschland auch: “Ein Giftzwerg macht Rabatz” oder “Oscar lässt das Sausen nicht”.

Die zappelige Art Funes gegen die drakonisch-draufgängerische Art von Gabin machen den Film so unverwechselbar. Letzten Endes zeigt der Film die moralische Aufrechterhaltung alter Tugenden, verpackt durchaus intelligente Komik. Interessant ist hier, dass sich die beiden wohl während des Films als Kollegen respektierten. Aber nach dem Drehen gingen die beiden getrennte Wege und sprachen kaum miteinander; so Oliver de Funes (einer der beiden Söhne von Louis) in einen Interview, bzw. aus der Biografie die er anfertigte. Höhepunkte (neben den Dialogen) sind hier die Auseinandersetzungen von Funes mit seinem Butler.

Alles in allem: Ein guter Funes.

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