Bats – Fliegende Teufel (1999)

Nach einem fehlgeschlagenen Gen-Experiment mit Fledermäusen verwandeln sich diese in blutrünstige Mini-Vampire. Schon bald werden im kleinen Kaff Gallup, Texas, grausam verstümmelte Tier- und Menschenkörper gefunden. Sheriff Emmett Kimsey ist klar: Ein Fledermaus-Experte muss her. Dr. Sheila Casper wird ausfindig gemacht und zusammen mit ihrem Assistenten Jimmy nach Gallup geschafft, wo die Fledermäuse kurz darauf ein regelrechtes Inferno entfesseln. Zusammen mit Sheriff Kimsey entwickeln Dr. Casper und Jimmy einen Plan, um die nachtaktiven Killermaschinen auszurotten: In die Schlafhöhle der Biester soll ein Kühlsystem eingelassen werden und so dem Horror ein Ende bereiten. Bei der Aktivierung des Kühlsystems sitzt den Dreien allerdings die Zeit im Nacken, denn die Army kann es kaum abwarten, die Höhle mit roher Gewalt anzugreifen.

Bats – Fliegende Teufel ist die Regiearbeit von Louis Morneau, man kann den Film eher als B-Movie bezeichnen, zu seinen weiteren Werken gehören auch Filme wie: „Retroactive – Gefangen in der Zeit“ (wir berichteten) und „Soldier Boyz“ mit Michael Dudikoff. Sein Talent als Regisseur bewies er schon mehrmals, an seinem Stil kann es nicht liegen, dass Bats förmlich von den Kritikern und Zuschauern zerrissen wurde.

Der Misserfolg ist eher am Drehbuch und an den Darstellen zu messen, zwar sind namhafte Schauspieler aus vielen anderen bekannten Produktionen auf der Leinwand vertreten, die vor allem auch alle Talent und Können besitzen, aber sie wirken plastisch und langweilig, ohne nennenswerte Persönlichkeit ihrer Rollen, vieles wirkt abgekupfert aus anderen Produktionen und Texte oft einfach nur runter gebrabbelt. Nun, dies kann auch an der deutschen Synchronisation liegen, dazu kann ich aber nichts sagen. Für das Drehbuch war John Logan verantwortlich, nun zu ihm kann man noch sagen, er hatte später das Drehbuch zum Kinoerfolg „Gladiator“ geschrieben, und auch zu „James Bond Skyfall“, vielleicht war das Horrorgenre nicht für ihn geeignet. Um noch mal zu den Schauspielern zu kommen, wie: „Lou Diamond Phillips“ bekannt aus „Labamba“, „Young Guns“ und „Im Tresor ist die Hölle los“, sind nur einige bekannte Titel aus seiner Laufbahn als Schauspieler. An seiner Seite eine bekannte Schauspielerin aus „Starship Troopers“, die Rede ist von Dina Meyer, auch in „Dragonheart“ lieferte sie exzellente Schauspielerische Fähigkeiten ab.

Das Budget von Bats – Fliegende Teufel belief sich auf knappe 6,5 Millionen US-Dollar, und spielte knappe 10 Millionen US-Dollar wieder ein, erst Jahre später wurden die Massen erreicht, als man den Film fürs Heimkino bekam, wahrscheinlich wäre der Erfolg noch größer geworden, wenn man gleich eine Direct-to-Home Produktion in Erwägung gezogen hätte. Zumindest war es bei vielen anderen Titeln der Fall. Zu den Effekten sollte man sagen, sie wurden teilweise am PC erstellt und auch mit Hilfe von elektronischen Puppen, für die Nahaufnahmen wurde auf die Puppenvariante wert gelegt, und für Massenaufnahmen der Bats auf CGI-Effekte. Nett anzusehen sind beide Varianten, auch wenn durch viele schnelle Schnitte bei diversen Szenen versucht wurde die Puppen zu vertuschen.

Der Soundtrack ist leider an vielen Stellen etwas zu lasch und eintönig, manchmal auch etwas deplaziert. Nun dieses Review hört sich vielleicht nicht gerade positiv an, aber Bats – Fliegende Teufel bietet dem Zuschauer unkomplizierte Unterhaltung, Spannung und Story finden sich zwar eher im mittleren Bereich wieder, aber machen den Film einfach und unkompliziert.

Bats- Fliegende Teufel gibt es auf VHS und DVD und liegt bei beiden in einer unzensierten 16er Fassung vor. Einige Jahre später gab es eine Fortsetzung: Bats 2, die von vornherein gleich fürs Heimkino produziert wurde.

Fazit: Netter Versuch! Hätte man den Film direkt fürs Heimkino produziert, wäre er vielleicht nicht so zerrissen worden, dann hätte man ihn eher als guten B-Movie angesehen und nicht als Kinofilm. Die Meßlatte wäre etwas geringer gewesen, und Bats wäre dann besser von weggekommen. Lockere Unterhaltung mit netten Viechern auf mittlerem Niveau. Mir persönlich hat der Film positiv gefallen.

Ich gebe Bats – Fliegende Teufel 7 / 10 Punkten!