Bill Duke – Der kanonenkämpfende Wissensvermittler

Bill Duke  – Geboren am 26.02.1943 in Poughkeepsie, New York, USA

Wenn ihr mal einen Film dreht und einen Schauspieler brauch, der stoisch und grimmig gucken kann, dazu noch eine Glatze hat und gerne (Ex-) Soldaten spielt oder Polizisten, dann nimmt doch einfach diesen hier. Bill Duke, der als Sohn von Ethel Louise Douglas, William Henry Duke, Sr. unter seinen richtigen Namen William Henry  Duke, Jr. geboren wurde, ist nicht nur von stattlicher Natur (1,94 Meter), sondern besticht auch durch seine sonstige psychische Präsenz. Geboren in New York ging er an die Franklin D. Roosevelt Highschool im Hyde Park und später auf die Dutchess Community College in Poughkeepsie. Dort kam er auch das erste Mal mit dem Theater in Kontakt. Nach seinen Abschluss ging er zum Studium an die Boston University und bekam dort seinen Bachelor im Fach Drama. Danach zog es ihn wieder nach New York zur New York University’s Tisch School of Arts.  Hier trat er 1971 das erste Mal in einen Musical von Melvin van Peebles (der Vater von Mario) auf. 1976 hatte er seinen ersten großen Auftritt im Film: „Car Wash“. Ebenfalls in den 70er hatte er seine ersten Auftritte im Fernsehen wie z. Bsp. in „Kojak“.

Die 80er Jahre waren ohne Frage seine n schauspielerischen Zenit. Er trat u.a. als Gegenspieler von Schwarzenegger in „Phantom Kommando“ auf oder als Mitstreiter von Arnie in „Predator“. Er hatte Rollen in den Richard Gere-Film „Ein Mann für gewisse Stunden“ und an der Seite von Carl Weathers in „Action Jackson“. In „Ein Vogel auf den Drahtseil“ spielte er auch mit. In den 90ern waren seine Rollen auch nicht zu verachten wie z.Bsp. in „Menace II Society“ oder „Payback“. 

In den 80ern begann auch sein zweites Standbein, in dem er bis heute verweilt und die ihn höchste Ehren einbringt, wie z. Bsp. den Preis beim Sundance Filmfestival 1992. In den 80ern startete er mit Regie. So in TV-Serie wie „Miami Vice“, „Dallas“, „Falcon Crest“, „Hill Street Blues“ oder „Cagney und Lacey“. Seinen ersten Langfilm drehte er 1985 “The killing Floor”. Fortan drehte er immer wieder Filme, wie “Sister Act 2” oder “Jenseits der weißen Linie“. Seine Filme, es sind auch viele Dokumentationen dabei, wie über den HI-Virus, setzen sich immer mit sozialkritischen Themen auseinander. Diesen Ansatz trägt er auch als Mentor von vielen angehenden Filmschaffenden weiter. Er hat eine Firma namens „Duke Media Entertainment“, die sich zum Ziel macht, nicht nur Unterhaltung in die Welt zu bringen, sondern Unterhaltung verbunden mit Wissensvermittlung. Diese Firma gründete er schon vor über 30 Jahren und bis heute bringt sie Filme heraus. Zusammen mit Gordon Parks und Michael Schultz gehört Duke mit zu den Veteranen im Film für Afro-Amerikaner und ihre Rechte.

Manchmal ist es schon erstaunlich, was viele „Gesichter aus der zweiten Reihe“ so machen, wenn man sie sonst nur als Bösewichte oder sonst was kennt.

Ich sehe ihn gern.