Black Belt (1992)

Bodyguard und Ex-Cop Jack Dillon beschützt einen bekannten Rockstar vor einem psychopathischen Serien-Killer. Als auch noch die Mafia sie ins Fadenkreuz nimmt scheint ihr beider Leben keinen Cent mehr wert zu sein. Ein mörderischer Überlebenskampf beginnt.

Black Belt ist ein Actionfilm aus den 90er Jahren, einer der früheren Filme mit Don „The Dragon“ Wilson. Wilson kennt man gut aus den „Cyber – Tracker“ Filmen und diversen anderen Actionfilmen aus dem B-Movie Bereich. Aber B-Movie heißt ja nicht gleich mindere Qualität, Black Belt hebt sich auch etwas von anderen Fightfilmen hervor, hier wurde auch auf die Story und die Vorstellung der einzelnen Charaktere eingegangen, so dass in den Actionpausen der Zuschauer weiterhin gut unterhalten wird.

Für diese Regiearbeit und Umsetzung des Drehbuches waren Charles Philip Moore und Rick Jacobson zuständig, und haben dies auch eindrucksvoll in Szene gesetzt. Manche bezeichnen Black Belt eher als TV-Krimi, das mag an der filmischen Umsetzung liegen, denn einfach nur Hau Drauf Power ist hier nicht gegeben, zwar kommt die Action auch nicht zu kurz, harte Fights, Schusswechsel mit blutigen Zeitlupenaufnahmen und vieles mehr runden das Gesamtbild gut ab.

Als Widersacher von Wilson wurde der Schauspieler „Matthias Hues“ verpflichtet, über seine schauspielerischen Talente braucht man sich nicht mehr den Mund fusselig reden, er ist wie ein Baum, kann Martial – Art wie andere aber ein Charakterdarsteller sieht anders aus, dennoch ist er in vielen weiteren Filmen vertreten, und dies nicht immer als Bösewicht. Ich kann ihm leider nicht viel abgewinnen, aber seine Actionkünste sind sehr ansehnlich und choreographisch Top! Auch fand eine Liebesgeschichte ihren Platz im Drehbuch und Film, Wilson lässt sich mit seiner anvertrauten Person auf ein Techtel – Mechtel ein, nun gut, dies lockert den Plot noch etwas auf, und verhilft dem Film zu mehr Tiefe und dem Image eines TV-Krimis.

Trotz einiger Schwächen, was leider auch die Story angeht, weiß der Film Fans von B-Movies aus dem Actionbereich zu gefallen, so eine Härte wie in Black Belt bekam man nur selten zu Gesicht, kann sich mit der Härte von „Gladiator Cop“ und „Shootfighter“  beruhigt messen.

Black Belt gibt es in Deutschland nur auf VHS, und das auch noch in einer stark gekürzten Version mit einer 16er Freigabe. Selbst die US-DVD Version ist immens gekürzt worden, wer Black Belt in seiner vollen Härte und Darstellung genießen möchte, sollte sich die DVD aus den Niederlanden besorgen, denn die ist vollkommen „UNCUT“ und hat auch noch die deutsche Tonspur dabei.

Vielleicht findet sich ja hierzulande noch ein Label was Black Belt in einer UNCUT Veröffentlichung auf den deutschen Markt wirft. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, denn Black Belt zähle ich zu Don Wilson besten Filmen. Black Belt sollte man als Fan von Action der härteren Gangart doch schon mal gesehen und in seiner Sammlung stehen haben. Der Film ist zwar etwas härter und krasser als manch andere aus dem Bereich, konnte mich aber aufgrund der Storyschwächen nicht ganz überzeugen.

 

Ich gebe Black Belt 7 / 10 Punkten

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