Blinde Wut (1989)

In Vietnam verliert der Veteran Nick Parker (Rutger Hauer) sein Augenlicht. Doch von den Eingeborenen lernt er, auch ohne seine Augen auszukommen. Sogar den Schwertkampf beherrscht er im blinden Zustand. Als er seinen alten Kameraden Frank Devereaux (Terry O’Quinn) besuchen will, trifft er nur dessen Frau Lynn (Meg Foster) und Sohn Billy (Brandon Call). Doch einige Gangster tauchen auf, töten Lynn und versuchen Billy zu entführen. Nick kann die Angreifer noch zurückschlagen. Er erfährt, dass Frank eine neue Droge entwickeln soll und die Gangster Billy als Druckmittel einsetzen wollen. Nick macht sich mit Billy auf die Suche nach Frank. Bei ihrer Reise durch die USA wird das ungleiche Gespann immer noch von den Häschern der Drogenmafia gejagt.

Den Film Blinde Wut kann man in mehreren Genres beheimaten, man kann ihn als Drama, Action, Thriller und Martial Arts betiteln, egal wohin man hat einen Volltreffer. Philipp Noyce der Regisseur von Blinde Wut konnte gekonnt diese verschiedenen Elemente in einem Film packen, dies hatte er auch in “Das Kartell” und “Die Stunde der Patrioten” unter Beweis gestellt. Die Hauptrolle wurde mit dem niederländischen Star Rutger Hauer besetzt, was in meinen Augen eine gute Wahl war. Rutger Hauer ist ein Garant für die verschiedensten Rollen und seine Darbietung, zu seinem Durchbruch schaffte er es mit Blade Runner und Nachtfalken an der Seite von Sylvester Stallone. Rutger Hauer spielte in sehr vielen B – Movies mit, jedoch kann man Blinde Wut nicht als B – Movie bezeichnen, war an den Kinokassen auch kein Megaerfolg aber konnte sich bei seinen Fans und Anhängern behaupten!

“…auch Steine kann man lutschen!”

Wie schon erwähnt kann man Blinde Wut in diversen Genres einordnen, auch kann er mit typischen Road – Movie Elementen aufweisen, zwei ungleiche Personen müssen zusammen ein Ziel erreichen, dies ist zwar ein typisches Klischee Marke Hollywood, aber in Blinde Wut passt es bestens zusammen und erfüllt gut seinen Zweck. Die Story in Blinde Wut ist flott erzählt und wechselt sich gekonnt mit ruhigen Passagen und Dialogen ab und verschafft so dem Zuschauer angenehme Pausen zum nachdenken und durchatmen! Die Musik im Hintergrund ist typisch an die 80er Jahre angelehnt und kann auch überzeugen, sie ist richtig dosiert und passend zur jeweiligen Stimmung in der Szene angepasst. Die Gewaltdarstellung in Blinde Wut wurde mit Absicht etwas zurück gehalten, zwar sind ein paar Szenen zu erblicken, aber dies nur kurz und oft angedeutet. Lediglich zum Ende von Blinde Wut kann man etwas mehr erkennen als Rutger sein Schwert schwingt, dies ist wohl auch ein Grund wieso es so lange gedauert hatte, das man Blinde Wut als DVD kaufen kann, sie hat eine FSK 18 Freigabe erhalten. Die VHS Versionen waren teilweise gekürzt. Blinde Wut ist ein Film den man sich beruhigt anschauen kann, die Action passt gut zu den ruhigen Szenen, und die Darsteller machen allesamt Ihre Arbeit überzeugend, besonders Rutger Hauer als Blinden.

Ich gebe dem Film 9 / 10 Punkten (Rutger-Bonus)