Bloodmoon

Die Hauptwelle des Slashers Genre war in den 80er Jahren. Die Vorreiter wie „Halloween“ und „Freitag der 13.te“ ebneten den Weg für andere zahlreiche Vertreter und Nachahmer im Genre. Die meisten dieser Filme wurden in den USA produziert und gedreht, aber auch ein Land abseits von Hollywood bescherte uns zahlreiche Filme die es sich lohnen anzuschauen. Die Rede ist von Australien, dem Land der Känguruhs und des Outbacks. Regisseur Alec Mills drehte 1990 den Slasher „Bloodmoon“ auch unter dem Alternativtitel „Red Moon“ manchen Fans des Genres geläufig. Mills seine Karriere ging nur ein Jahr, in selbigen drehte er noch „Ein Arzt unter Verdacht“ und dann war auch schon nichts mehr von ihm zu sehen oder hören. Der Brite war noch als Kameramann in zahlreichen James Bond Produktionen beteiligt.

Die Geschichte von Bloodmoon ist simpel und schnell erzählt. Junge Menschen, in vorderster Linie junge Frauen werden von einem unbekannten Mörder mithilfe eines Stachdeldrahtes umgebracht und verscharrt. Zwei voneinander getrennte Schulen grenzen an einem Wald, was die jungen Mädchen und Jungs nicht davon abhält sich heimlich zu treffen. Wer steckt hinter den Morden dahinter? Ist es ein Lehrer oder sogar ein Mitschüler mit dem man seine Schulpausen verbringt?

Wer sich für Bloodmoon entscheidet, braucht etwas Geduld. Zwar wird einem schon nach knapp 10 Minuten ein Opfer geboten, doch danach passiert erstmal recht wenig. Eine ganze Stunde wird damit verschenkt, das der Zuschauer sich an dem Leben und den Träumen der Teenager ergötzen kann. Dies dient vor allem der Charakterzeichnung, und man lernt einige Charaktere im Film genauer kennen. Vor allem das der neuen Direktorin des Mädcheninternats und deren Mann. Die Frau macht keinen Hehl daraus das sie sich von der angrenzenden Jungenschule sozusagen Jungs ausleiht und sich mit ihnen offen vergnügt, immer unter dem Wissen des eigenen´Mannes. Das dieses Unterfangen nicht ohne weiteres Geduldet wird dürfte vielen klar sein.

Atmosphärisch betrachtet bietet Bloodmoon zahlreiche Aspekte. Der angrenzende Wald versprüht eine dichte und bedrückende Atmosphäre, die beiden voneinander getrennten Schulen zeigen abwechselnd den Schulalltag junger Menschen. Spannungstechnisch werden dem Zuschauer immer kleine Appetithappen vorgeworfen, was auch dazu dient die Fährte des Mörders auf andere Charaktere zu lenken. Dies klappt bis zu dem Moment als er durch zwei Mädchen enttarnt wird und er sich offen zeigt und kurzen Prozess mit ihnen macht.

Natürlich bedient sich Bloodmoon auch an den typischen Klischees solcher Filme. Sei es das Motiv des Mörders im Mädcheninternat oder auch den Aspekt das Menschen die miteinander Sex haben das zeitliche segnen werden. Somit verbleibt ein Standardslasher ala Hollywood, jedoch aus Australien. Trotzdem ist der Film pure Unterhaltung und bietet angenehmen Filmgenuss. Zwar bieten die Mordszenen und der Bodycount nicht sonderlich viel Innovatives und Neues aber durchaus anschaubar. Jedoch schafft er es nicht sich gegen die großen des Genres zu behaupten.

Bloodmoon bekommt man in Deutschland auf VHS und DVD, wobei die VHS den Alternativtitel „Red Moon“ trägt, doch beide Versionen sind komplett ungeschnitten und schon für kleines Geld zu bekommen. Die DVD bietet ein angemessenes Bild entsprechend des Alters des Films und einen klaren Ton. Dazu kommt noch ein Soundtrack vom Queen Gitarrist Brian May.

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