Body Snatchers

Horror auf der Militärbasis: Schon bei ihrer Ankunft passieren Teenie-Girl Marti unheimliche Dinge. Eiseskälte, Gewalt und Bedrohung schlagen ihr entgegen. Eines Nachts blickt Marti der grausamen Wahrheit ins Auge: Wüste Monstren fahren ihre Tentakel aus und saugen den Menschen die Seelen aus dem Leib. Marti rennt um ihr Leben…

 

Düster und eigenständig

Abel Ferrera ist ein bemerkenswerter Regisseur. Er dreht sehr unkonventionelle Filme, die aber alle eins gemeinsam haben: sie zeigen die düstere Seite der menschlichen Seele und seine tiefen Abgründe. Das ist bei diesem Film nicht anders. “Body Snatchers” ist mittlerweile die dritte Verfilmung eines Romans von Jack Finney der eine simple, klassische Alien-Invasionsgeschichte erzählt.

Die erste Verfilmung war eine Metapher für die Kommunistenhatz in den USA durch Mac Carthy. Die zweite von Phillip Kaufman, war eine ebenso düstere Version über die Angst der Zerstörung der Erde durch den Menschen. Diese Filmversion ist keine blosse Abkupferung der ersten Versionen, sondern eine gute, für sich stehende Vision einer verlorenen Welt. Und nicht nur das. Es ist eine Anklage gegen die moderne Konsumgesellschaft und dem Militarismus. Dadurch das Ferrera geschickterweise die Handlung in eine Militärbasis verlegt, bezieht er somit zugleich einen anderen Handlungsstrang wie die anderen beiden Verfilmungen. So erschafft er hier eine komplett neue Sicht der Dinge. Und das tut dem alten Thema der Invasion gut.

Keine Raumschiffe, keine Laserkanonen. Das Grauen kommt unbemerkt und findet sich wieder in seelenlosen geschöpfen. Ferrera bleibt zwar unter seinen Möglichkeiten, aber er entwirft hier eine spannungsgeladene Auseinandersetzung mit den menschlichen Zügen. Die langsame Annäherung des Terrors das zur Apokalypse der Welt führen könnte kommt langsam aber gewaltig. In dieser mechanischen Welt, wo keiner den anderen mehr trauen kann, zeigt der Film ein tief gesellschaftliches Problem auf sehr ungewohnte, intelligente Variante, denn er siedelt den Film da an, wo normalerweise absolute Sicherheit herrscht: in einer Militärbasis. Genau diese Personen von denen man es eigentlich erwartet, diese Sicherheit gibt es nicht mehr und die Menschheit ist dem Untergang geweiht. Es ist eine Gesellschaft geworden indem das Individuum nichts mehr zählt. Es wird, sozusagen gefressen von einer deformierten Gesellschaft.

Ferrera inszeniert das alles sehr atmosphärisch gut mit dem Licht-Schattenspiel der Kamera. Gelungene Suspense die mit den Erwartungen der Zuschauer spielt. Trotz Längen ein guter, pessimistischer Film.