Bog – Das Ungeheuer aus den Sümpfen (1983)

Es gibt Filme, die sind fertig im Kasten und wurden dennoch erstmal ein paar Jahre auf Eis gelegt. Der Monster Horror Streifen Bog – Das Ungeheuer aus den Sümpfen ist ebenfalls so ein Kandidat, bereits 1978 fertig gedreht, wurde er erst fünf Jahre später 1983 veröffentlicht. Der Film ist eine Fernsehproduktion gewesen, und man sollte froh sein, das so ein Film es überhaupt geschafft hat, auf VHS veröffentlicht zu werden, viele Fernsehproduktionen schlummern noch immer ihr Dasein in den Archiven der Sender.

Regisseur von Bog war Don Keeslar, dieser Name dürfte sehr unbekannt sein, das mag an seiner mikrigen Laufbahn als Regisseur liegen. „Bog“ war sein zweiter Versuch und auch sein letzter, zuvor drehte er für die Serie „Der Mann in den Bergen“ einen Fernsehfilm. Für Fernsehproduktionen stehen oft noch kleinere Budgets zur Verfügung als für andere Produktionen, und dieses Manko merkt man leider auch oft dem Film an gewissen Punkten an. Mal sind es die Darsteller an denen gespart wurde, dem Drehbuch oder einfach an den Special Effects.

Die Story von Bog ist simpel und einfach gestrickt. Ein Urzeitmonster wird unsanft mithilfe von Dynamit eines Fischers geweckt – ein Fischer der mit Dynamit fischt? Das ist schon eine Obskuriät, kennt man später nur von Crocodile Dundee! Das Monster beginnt das Morden, denn es ernährt sich von Blut der Menschen, ist es vielleicht doch ein Vampir der im Sumpf seinen Schlaf nachging? Der hiesige Scheriff und die Pathologin, die auch eine Romanze verfolgen, begeben sich auf die Jagd nach dem Monster. Urlauber und Dorfbewohner fallen dem Monster zum Opfer.

Wer sich nicht vom Vorspann des Films abschrecken lässt, denn hier wird einem schon ein wenig Trash auf die Ohren gegeben. Ein unpassendes Musikstück aus dem Country Genre bei einem Monsterstreifen, der wird seinen Spaß haben – sofern man auf Monster im Gummi Kostüm steht! Doch deswegen muss ein Film ja nicht mies sein, es war ja auch oft eine Sache des Geldes, das ein Darsteller sich in so ein Kostüm zwängen musste. Zweimal wird der Zuschauer im Laufe des Films mit dem unpassenden Song auf die Probe gestellt, bei anderen Szenen wie Angriffe des Monsters oder unheimliche Begegnungen bekommt man einen passenden Score präsentiert.

Doch das Monster bleibt sehr im Verborgenen, ab und an erhascht man einen kleinen Blick, ab der 60 Minute sogar etwas mehr, bevor es sich mal in voller Pracht zeigt, dies sollte dem Spannungsaufbau verhelfen, die sich zwar aufbaut aber auch oft wieder in den Keller versinkt, durch unsinnige, langweilige Dialoge. Wobei man sagen muss, das alle Laiendarsteller durchaus sehr überzeugende Leistungen abliefern. Die Romanze, wenn man sie so nennen kann, zwischen Sheriff und Pathologin ist hier etwas fehl am Platze. Der Film ist an vielen Stellen mit abrupten Schnitten und Kamerawechselspielen versehen, wahrscheinlich auch auf dem geringen Budget zurück zuführen. Doch auch die Actionszenen, die Angriffe und Morde des Monsters sind sehr spärlich vorhanden, die meisten Dinge geschehen im Off. Hin und wieder sind mal blutige Dinge im Sumpf zu entdecken, aber nur schwer definierbar, ob es sich um Körperteile oder sonstiges handelt!

Doch für Monsterstreifen Fans ist Bog sicherlich ein Geheimtipp. Der Film macht Spaß, bietet einen guten Unterhaltungswert, mit einem Hauch Trash (auf die Musikauswahl und Monsterinszenierung bezogen) und sollte in einer Monstersammlung seinen Platz bekommen. Leider gibt es diesen Streifen nur auf VHS vom Label VMP und ist heutzutage nur noch schwer zu bekommen.