Brad Dourif – Vom Theater zum Film

Brad Dourif – Geboren am 18.03.1950 in Huntington, West Virginia, USA

Schon seine zweite Rolle in einen Spielfilm war fast gleichzeitig der Höhepunkt des gelernten Theaterschauspielers. Als Billy Bibbit in der Verfilmung von „Einer flog übers Kuckucksnest“ spielte er 1975 nicht nur Jack Nicholson an die Wand, er erhielt zudem auch einen Golden Globe uns seine bisher einzige Oscarnominierung. Danach folgten Auftritte in erstklassigen Filmen, wie z. Bsp. „Die Augen der Lara Mars“, „Ragtime“, „Der Ketzer“, „Blue Velvet“ oder „Dune – Der Wüstenplanet“. Dourif ist mit seinen bisherigen 158 Auftritten im Film und im TV einer der vielbeschäftigsten Schauspieler seiner Generation. Auch wenn er dabei viel Zeug drehte um anscheinend seine Miete zu bezahlen. Aber ich, als eingefleischter Trashfreund, schätze seine Entscheidung zwischen Kunst und Kohle machen zu tingeln.

Was Dourif besonders ausmacht ist seine wunderbar sonore Stimme und ohne Zweifel sein unverkennbares Gesicht. Dies scheint auch der Grund zu sein warum seine Rollenauswahl immer ausgelegt wurde auf psychopathische, böse, zwielichtige Gestalten. Nur ab und an mal wird er entgegen seines Rollenklischees besetzt. Nichts desto trotz ist solch ein Mann, der „Chucky“ in bisher allen Filmen seine Stimme lieh, der die eigentliche Hauptrolle in Martin Scorceses „Kap der Angst“ spielen sollte, der Scarecrow in „Batman Forever“ angeboten bekam, der Grima Schlangenzunge war und der solch eine große Palette an unterschiedlichen Filmen sein Eigen nennt, unverkennbar eine Ikone des B-Films mit Avancen zum A-Film. Wie sonst erklärt man sich, dass er einerseits in solch Genrewerke wie „Raw Deal“, „Critters 4“, „Body Parts“, „Der Excorzist III“, „Alien Inceptors“, „The Progeny“ oder „The Wizard of Gore“ und andererseits bei solch Filmen wie „Mississippi Burning“, „Heaven´ s Gate“ oder „Fatal Beauty“ mitwirkte.

Ich liebe es ihn zu sehen und bald sogar (als „Alien“-Fan) live, wie ich hoffe.
Wer noch mehr über diesen fabelhaften Schauspieler wissen möchte, der kann unter dieser Fanseite gerne mal nachsehen:
www.braddourif.org