Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension (1984)

Inhalt:

Der Physiker und Rockmusiker Dr. Buckaroo Banzai (Peter Weller) testet eine Art Automobil versehen mit Oszillations-Alpha-Laser mit dem man in die achte Dimension reisen kann. Dies gelingt ihm auch. Beobachtet wird dies von Dr. Emilio Lizardo (John Lithgow). Ein Arzt, der sich zur Zeit in einer Irrenanstalt befindet. Dieser bricht aus und will das Gerät stehlen. Denn in Wirklichkeit ist er Lord John Whorfin und will in seine Dimension zurückkehren um mit seinen bösen roten Lectroiden endlich wieder die Herrschaft an sich zu reißen, die ihm genommen wurde. Banzai legt seine Gitarre bei den Hong Kong Cavaliers ein wenig bei Seite und beginnt den Kampf.

Filmisches Feedback:

Achterbahnfahrt der Skurrilität

Ach wie schön, das man immer mal wieder in die Mottenkiste greifen kann und ab und an ein Schätzchen rausholt. Wie dieser Film hier. Eine abgedrehte und vollkommen überzogene Helden- und Schurkenparodie, die mit allerlei trashigen Einschlägen und Einfällen unserer Hirnwindungen ins Wanken geraten lässt. Eine Mixtur unterschiedlichster Einflüsse und Genres, die aber Regisseur W.D. Richter (im Übrigen im Fantastikgenre kein Unbekannter wie z.B. Drehbuch für DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN, (1978)  oder BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA (1986) und oscarnominiert für das beste Drehbuch zu BRUBAKER, 1980) sehr gut verbindet. Auch wenn manchmal der Faden zu sehr überzogen wirkt und zu viel des Guten ist, bleibt letzen Endes ein Grinsen in unseren Gesichtern zurück, da dieser Film Genrefans einfach Spaß machen soll.

Die Schauspieler agieren alle absolut gut, da sehr überzogen. Sei es Peter Weller, unser aller ROBOCOP oder der großartige John Lithgow, der für seine Rolle für einen Saturnaward als bester Nebendarsteller nominiert war. Zudem sieht man hier auch Ellen Barkin (JOHNNY HANDSOME, 1989), Christopher lloyd (ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT I – III, 1985 – 1990) oder Vincent Schiavelli (EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST, 1975). Auch sei zu erwähnen die netten frühen Auftritte zahlreicher späterer größerer Schauspieler wie Jeff Goldblum oder Clancy Brown. In der US-DVD sieht man auch Szenen mit Jamie Lee Curtis als Banzais Mutter. Diese wurden damals rausgeschnitten. Nur einmal sah man sie bei Veröffentlichung auf einen Foto im Film. Ein Film von Fans für Fans. 

Der Oszillations-Alpha-Laser kommt sogar später in einer Folge von STAR TREK: THE NEXT GENERATION vor. In der 15. Episode der zweiten Staffel („Brieffreunde“) ist er zu sehen.

Der Look des Films ist unverkennbar. Gene Siskel (ein bekannter Kritiker in den Staaten gewesen) sagte bereits 1984 voraus, dass der Film Kult werden könnte. Der Kameramann Jordan Cronenwerth (BLADE RUNNER, 1982) wurde für den Film engagiert und er drehte auch viele Szenen. Aber er wurde vom Produzenten David Begelmann ersetzt durch Fred J. Koenekamp (Oscar für FLAMMENDES INFERNO, 1975).

Das Ende deute auf eine Fortsetzung hin, die aber bis heute nie erschien. Zwar war es immer mal wieder die Rede davon, dass BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA der zweite Teil ist. Dies entspricht aber nicht der Wahrheit.