Cindy and Donna (1970)

Voller Neugierde und Hemmungen nimmt Cindy (Debbie Osborne) immer wieder zur Kenntnis, dass ihre Halbschwester Donna (Nancy Ison) ihr in Sachen sexueller Erfahrung um Meilen voraus ist. Während Donna sich immer wieder heimlich mit ihrem festen Freund vergnügt, hat Cindy große Angst vor dem ersten Mal, sehnt sich aber gleichzeitig auch danach…

 

Die Italiener hatten ihre “Flotten Teens”, wir in Deutschland den “Schulmädchen-Report” und die prüden Amerikaner kochten ihr eigenes Süppchen. Die 60er waren die Ära der sexuellen Revolution, die bis in die 70er Jahre stetig anhielt. Im Zuge der Erfolge der Filme aus den anderen Ländern wollten die Amis natürlich etwas vom Erfolg abhaben. Einer von den sexuellen befreiten Filme dieser Zeit ist definitiv CINDY AND DONNA von 1970.

Die prüden Amerikaner

Robert Anderson wurde 1970 für die Inszenierung dieses Erotik – Dramas engagiert. CINDY AND DONNA ist auch unter dem deutschen Titel “Nackte Engel sind gefährlich” bekannt. Doch gab es noch einen anderen Alternativtitel “Nackte Engel”.

In erster Linie geht es im Film um die ersten sexuellen Erfahrungen von der 17-jährigen Cindy. Ihre größere Schwester Donna bewegt sich schon lange im Bereich der Erfahrungen mit Jungs. Cindy ist neugierig und möchte auch “endlich” eine richtige Frau sein. Denn dies wird ihr von ihrer Schwester und Freundin Karin laufend eingetrichtert.

Cindy hat es nicht einfach in der Familie. Ihre Mutter hängt an der Flasche und ihr Vater ist ein Schwerenöter ohne Gleichen. Fast jede Nacht verbringt er bei einer anderen Frau, die Familie denkt das er immer Überstunden machen muss, um Geld für die Familie aufzubringen. Da passiert es auch schon mal das eine Stripperin aus einer Bar, mit der ihr Vater ein Techtel Mechtel pflegt, eine Schulkameradin von seiner jüngsten Tochter ist. Er verfällt der Stripperin und möchte nur noch sie an seiner Seite haben. Die Ehe hat einen großen Knacks, noch dazu, wenn seine Töchter seine Pornoheftchen finden.

 

Erotik – Drama aus Übersee

Cindy schließt sich ihrer Freundin Karin an. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Jungs die bereit sind Cindy die Unschuld zu nehmen, um sie zur Frau zu machen. Doch Cindy hat Angst und macht einen Rückzieher. Ihre Freundin Karin weiht sie in die Liebe zwischen zwei Frauen ein, doch das reicht Cindy nicht. Sie wird von Karin dazu genötigt sich irgend einen Jungen zu nehmen, um endlich ihre Unschuld zu verlieren. Karin amüsiert sich derweil unter Drogeneinfluss mit mehreren Männern und lässt sich noch dazu fotografisch ablichten, ohne zu wissen, was mit den Bildern passiert.

Cindy lernt einen jungen Mann kennen und gesteht ihm, das sie noch Jungfrau sei. Er willigt ein, doch da taucht ihre größere Schwester Donna auf. Es ist ihr Freund den Cindy da auserwählt hat.

In erster Linie geht es in CINDY AND DONNA um die jugendlichen Ansichten und den Drang zur sexuellen Befreiung. Die amerikanische Produktion nimmt sich diese Thematik in einen ernsteren Unterton als vergleichbare Vertreter an. Die Geschichte um den Vater der beiden Mädchen dient nur als Aufhänger und wird im späteren Verlauf der Geschichte völlig außer Acht gelassen. Hier geht es um die Schicksale und Erfahrungen zweier junger Mädchen auf den Weg in die Sexualität.

Natürlich darf in so einem Film die Nacktheit nicht fehlen. Jedoch mehr als nur nackte Brüste und Nippel bekommt der Zuschauer nicht zu Gesicht. Aller Wahrscheinlichkeit liegt das am prüden Land Amerika. Der sexuelle Akt zweier Menschen wird meist nur mit wilden Küssen und Streicheln dargestellt. Wer lieber etwas Busch sehen möchte, sollte zu anderen Werken greifen.

ONLY VHS Kandidat

Schaut man sich die Filmographien der Darstellerinnen an, so erkennt man recht schnell das Debbie Osborne, Nancy Ison und Cheryll Powell nur in solchen Soft-Erotik Filmen mitgewirkt haben.

CINDY AND DONNA ist hierzulande nur auf VHS vom Label “VMP” erschienen.