Claude Gensac – das rothaarige Rehlein

Claude Gensac – Geboren am 01.03.1927 in Acy-en-Multion, Oise, Frankreich

Hach was waren die Sonntage früher doch schön. Vor allen wenn sie verregnet waren und man Fernsehen gucken durfte. Denn ich wurde maßgeblich in meinen Humor geprägt von sagen wir 3 unterschiedlichen Humorikonen: 1.) Spencer/Hill-Filme, 2.) der RTL Show „RTL Samstag Nacht“ (da war RTL noch gut und traute sich was) und 3.) dem großartigen Louis de Funes. Früher liefen diese Filme erst auf ZDF und später auf Kabel 1. Ich liebe sie bis heute. De Funes ist meines Erachtens ein großartiger Künstler. Meine Liebe geht soweit, dass ich vor geraumer Zeit eine Campingtour durch Frankreich machte für 4 Wochen und dort bestimmte Drehorte meiner Lieblingsfilme von ihm besuchte. Eine wahre Offenbarung der Erinnerungen. Aber de Funes wäre nur halb so witzig gewesen, hätte er nicht kongeniale PartnerInnen gehabt. Und so eine war und ist Claude Jeanne Malca Gensac, wie sie komplett heißt. Ihren ersten Film drehte sie 1953, bereits an der Seite von Louis de Funes und ist bis heute noch aktiv. 10 Mal war sie in Filmen von Louis zu sehen. Meist als seine Ehefrau. Und diese spielte sie mit Bravour. Sei es „das rothaarige Rehlein“ oder „der Besen“. Sie war ein genialer Gegenpart zu De Funes. Auch im Theater ist sie erfolgreich gewesen und war die Synchronsprecherin der bösen Königin in „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ von Disney. Gensac wurde im deutschen von der Schauspielerin Tilly Lauenstein synchronisiert, die ebenfalls Katherine Hepburn, Ingrid Bergmann oder Lauren Bacall ihre Stimme lieh. Manche kennen sie aus „Otto – Der Film“.

Wer noch mehr über dieses Urgestein französischen Humors wissen will, der lese ihre Autobiografie „Ma Biche…c´est vite dit!“ oder auch die Fansite www.claude-gensac.com/de.