Clockers (1995)

Inhalt:

Ein Kleindealer, genannt „Clockers“, namens Ronald Dunham (Mekhi Phifer) lebt ein gutes Leben in New York. Beschützt von seinem Boss (Delroy Lindo) kann man ihm nichts anhaben. Da wird sein Bruder verdächtigt eine Straftat begangen zu haben. Zwie Polizisten (Harvey Keitel und John Turturro) ermitteln. Und auf einmal sieht es nicht mehr so rosig aus für Dunham.

Filmisches Feedback:

Wankelmütig

Teilweise ein sehr sarkastischer und ironischer Film vom Wegbereiter des “Black Cinema”. Spike Lee zeigt eine schonungslos, realistische Abrechnung mit der Gewalt als letzen Ausweg. Viele versuchen aus dem Elend zu kommen, aber kaum einer kommt aus dem Ghetto. Klingt Klischeehaft? Ist es auch, denn leider verpufft die gute, wagemutige Inszenierung und wirkt seltsamerweise recht harmlos.

Vielleicht auch deshalb, weil es auch zur Drehzeit mittlerweile recht viele “Ghettoproblematikfilme” gab und die waren da einfach besser, siehe BOYZ IN THE HOOD (1991)  o.a.. Lees packende Erzählung (allerdings hier nur die letzte halbe Stunde) hat nach einer Zeit seine Längen und zieht sich wie Sirup dahin. Lee schafft es nicht, die vielen Probleme aufzuarbeiten. Die Story will nicht so recht in Fahrt kommen, auch wenn Keitel sehr gut spielt.

Prinzipiell sind es die Schauspieler die überzeugen. Mekhi Phifer (HIGH SCHOOL HIGH, 1996, DAWN OF THE DEAD, 2004) in seinem Debüt weiß zu überzeugen. John Turturro (EXTERMINATOR 2, 1984, BARTON FINK, 1991) ist immer einen Blick wert und Delroy Lindo (MALCOLM X, 1992, NUR NOCH 60 SEKUNDEN, 2000) als Drogenkönig ist fulminant unterschwellig böse.