Colossus (1970)

„Colossus – The Forbin Project”

Inhalt:

Der amerikanische Informatiker Dr. Charles Forbin entwickelt den gigantischen Computer „Colossus. Dieser dient dem US-Militär und soll selbstdenkend Befehle berechnen und ausführen. Nach seiner Aktivierung stellt man fest, dass Russland ebenfalls einen Supercomputer namens „Guardian“ hat. Die beiden Computer fangen an miteinander zu kommunizieren. Erst für den Menschen unverständlich. Später dann per Stimmensoftware. Die beiden Computer „verbrüdern“ sich und wollen den Frieden auf Erden herstellen, indem die Menschen ihrer Untertan werden sollen. Mehrere Versuche des Menschen „Colossus“ auszuschalten schlagen fehl. Um seinen Willen Ausdruck zu verleihen, lässt „Colossus“ sowohl in Kalifornien als auch in der Ukraine zwei Atomraketen explodieren. Danach übernimmt  „Colossus“ die Überwachung des Lebens.

 

Filmisches Feedback:

Schon 1970 intelligent und voraussehend


Dieser sehr spannend gemachte SF-Film kommt sehr leise daher, dafür aber umso spannender. Der Film basiert auf den gleichnamigen Roman von Dennis Feltman, der auch zwei Fortsetzungen schrieb, die aber bislang nicht verfilmt wurden.
Die damalige Idee, die komplette Überwachung der Welt von Computern, ist zu der Entstehungszeit schon erstaunlich realistisch und perfide gemacht.
Dieser Film nimmt die “Kalte Kriegs”-Paranoia zu Hilfe um eine stetige Bedrohung aufzubauen und nimmt die totale Überwachung heutiger Zeit vorweg.


Langsam aber bedrohlich entwickelt sich ein spannendes “Kriegs”-Spektakel im “Vorcomputerzeitalter”.
Regisseur Joseph Sargent baut geschickt Spannung auf und nimmt solche Filme wie “Staatsfeind Nr.1” oder “Eagle Eye” vorweg. Sargent ist bekannt dafür, clevere und spannende Filme zu drehen wie „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, „Mac Arthur – Held des Pazifiks“ oder „Der Tiger hetzt die Meute“, aber auch solch Gurke wie „Der weiße Hai Teil 4“. Der Film selber war zur Entstehungszeit ein Flop. Erst später entwickelte er seine ganze Wirkung und ist heute aktueller denn je.