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Crime Zone (1989)

“3001” – das Jahr der “Fuck-Ups”: Nach dem nuklearen Holocaust herrscht eine andere Moral: Rache, Mord und brutale Unterdrückung. Nur wenige haben überlebt. Überall totale Kontrolle, Sex und Freiheit sind verboten, das Verbrechen hat eine neue, unglaublich grausame Form angenommen. In dieser Welt zu leben ist die Hölle! Helen (Sherilyn Fenn) und Bone (Peter Nelson) wollen diesem Alptraum entkommen. Ein geheimnisvoller Fremder (David Carradine) verspricht ihnen die Flucht, doch alles hat seinen Preis…

In der Zukunft wird die Welt von einer Organisation regiert. Gesetze werden fast täglich neue beschlossen. Einfache Dinge die zum Leben dazu gehören gelten als Verboten und werden mit einer Straftat gleichgesetzt. Sex ist nur in Puffs erlaubt, Küssen in der Öffentlichkeit ist ein schweres Vergehen und Alkohol gibt es recht nicht zu kaufen. 

Für dieses Szenario war Roger Corman als ausführender Produzent tätig. Angelehnt an Klassiker wie DIE KLAPPERSCHLANGE, RUNNING MAN und BLADE RUNNER. Doch wenn man schon klaut, dann sollte man eines nicht vergessen: dem ganzen eine Story verpassen. Die ist in CRIME ZONE von 1989 ein zusammen gewürfelter Mix aus anderen Filmen nicht enthalten, oder ich habe sie nicht gefunden!

Um Corman seine Ideen in bewegliche Bilder auszudrücken wurde Regisseur Luis Llosa verpflichtet. Aufgrund das CRIME ZONE erst sein zweiter Spielfilm war, kann man nicht gerade von Erfahrungen im Business sprechen. Erst einige Jahre später bewies er Geschick und Talent und inszenierte Filme wie ANACONDA, THE SPECIALIST und SNIPER – DER SCHARFSCHÜTZE.

CRIME ZONE spielt hauptsächlich Nachts oder in dunklen Bars, Einkaufsläden der Zukunft und in Gebäudenkomplexen. Hinzu kommt das es fast ständig regnet, das bringt zwar das Feeling dieser düsteren Zukunft gut zur Geltung, nimmt aber auch viel vom Geschehen. Da nützt es auch nicht wenn ein Name wie David Carradine auf dem Poster steht. Der ehemalige KUNG FU TV – Star spielte Ende der 80er fast alles was in die Finger bekam, und wenn dann noch die Screentime recht kurz ist – ideal. Leider merkt man auch in CRIME ZONE seine Lustlosigkeit direkt an.

Actionfreunde werden bei CRIME ZONE in die Röhre schauen, hier und da mal ein Fausthieb oder ein Schuss aus einer Art Laserwaffe, das war es dann auch schon. Der Film ist sehr dialoglastig und verwirrend. Zu viele Informationen die zum weiteren Verlauf des Films nichts beitragen werden dem Zuschauer um die Ohren geworfen. 

Einziger Lichtblick ist die Schauspielerin Sherilyn Fenn, sie spielte unter anderem auch in INTERCEPTOR und in der TV-Serie TWIN PEAKS in der Rolle von Audrey Horne mit. Noch heute ist Fenn aktiv im Filmgeschäft als Schauspielerin neben ihrer recht kurzen Gesangskarriere tätig. 

Bislang ist CRIME ZONE in Deutschland nur auf VHS vom Label MGM/UA erschienen. Für Trash-Enthusiasten ist der Film vielleicht einen Blick wert, andere die mit viel Trash und Gülle nichts anfangen können verschwenden einfach ihre Zeit.