Cy-Warrior

Im Jahr 1989 drehte der italienische Regisseur Gianettto De Rossi den Action-SciFi Mix Cy-Warrior. Die italienische Antwort auf Terminator, Cyborg und Konsorten. Es war Rossis erster Film in seiner kurzen Laufbahn von nur drei Werken. Ein Jahr später drehte er “Killer Crocodile 2 – Die Mörderbestie”, sein wohl bester Film.

Die Story von Cy-Warrior ist simpel und einfach gestrickt. Ein Android oder hier auch als Humanoid dargestellt, entflieht einem geheimen Versuchslabor und kommt durch einen Zufall bei einem Geschwisterpaar unter. Doch die Forscher haben einen Trupp engagiert, der den Roboter zurückbringen soll, egal ob heile oder zerstört. Denn der Cy-Warrior ist gefährlich, in seinem inneren ist eine gefährliche Bombe die alles zerstören kann.

In die Rolle des Humanoiden schlüpfte Frank Zagarino, den die meisten wohl eher als “Shadowchaser” kennen dürften. Hier mimt er zuvor schon einen Kampfroboter mit wenigen Gesichtszügen und ähnlichen menschlichen Verhalten. Der Durchbruch als Action Star blieb Zagarino verwehrt und es blieb bei einigen B-Movies von dessen sehr viele in Vergessenheit geraten sind. In der weiteren Besetzungsliste tauchen noch Namen wie Sherrie Rose auf, sie kennt man auch aus “Ritter der Dämonen” als Wanda, “Kickboxer 2” und “Der Mörder-Alligator” von 1989 als Pamela. Als Bösewicht taucht das markante Gesicht Henry Silva auf.

Wer sich für diesen Action-SciFi Mix entscheidet, sollte sich eines bewusst sein: der Film ist träge und beinhaltet keinerlei Spannungsmomente. Die Geschichte ist altbacken und lahm inszeniert worden. Man könnte dem Film den Zusatz “Trash” vergeben, jedoch katapultiert er sich selber ins Aus. Die Effekte sind extrem billig und sehr leicht als solche zu erkennen. Hier erkennt man sofort das die Maske und die Special Effects Leute sehr schlampig und einfach gehandelt haben. In der Szene wo sich der Cy-Warrior selbst repariert, ja genau – solch eine Szene gehört wohl zum Standardprogramm solcher Streifen, erkennt man die Gummimaske und den darin befindlichen metallischen Gegenständen womit Sanitärarbeiter tagtäglich hantieren. Zudem klingt die Stimme vom Cy-Warrior wie aus einem Spielzeug und seine Bewegungsgeräusche sind ebenfalls primitiv und wirken total deplaziert und unglaubwürdig, ein moderner Kampfroboter den man schon vom weiten hört? Logikfehler übertrumpfen.

Die Actionszenen halten sich sehr bedeckt und nur wenig ist zu sehen, lediglich im Finale nimmt die Story und der Film etwas Fahrt auf. Unterstützt werden viele Szenen mit einem gut klingenden Synthesizersound, der stimmig zu den jeweiligen Einstellungen passt. Doch richtige Spannungsmomente tauchen nicht auf, und die Story plätschert gemächlich vor sich hin. Die deutsche VHS hatte eine Freigabe von 16 und war geschnitten, die DVD Auflage vom Label Cinepolis / KNM ist ungeschnitten und trägt eine FSK 18 Freigabe, doch stimmen die Bildangaben auf dem Cover nicht überein. Naja wenigstens bekommt man für sein Geld ein Wendecover.