Cyberzone

Fred Olen Ray kann man wohl oder übel als Fließbandregisseur ohne Talent bezeichnen. Zumindestens kein Talent welches besagt, dass er wirklich was inszenieren kann. Rays Filme kann man nicht ernst nehmen. Selbst wenn dies so intoniert ist, dass muss man das schlichtweg als Parodie sehen. Anders kann man seine Filme als Regisseur (bisher sind es 144 Filme!) nicht sehen. “Hollywood Chainsaw Hookers” oder auf deutsch “Mit Kettensägen spaßt man nicht” ist ja noch halbwegs erträglich wenn es nicht ernst nimmt. Aber sonst ist alles irgendwie seltsam lustlos. Fred Olen Ray ist für mich der John Waters der SF/Horror-C-Filme: knallbunt aber ohne Verstand. So ist Cyberzone auch ebenso inszeniert. Gut, es gibt ein paar Schockeffekte die wirken, aber sonst ist das eine Billigversion vom “Blade Runner”, bloss mit Prostituierten als Cyborgs. Matthias Hues (den ich auf der FIBO 2013 treffen konnte (im Übrigen ein sehr netter Kerl)) rattert hier sein nicht vorhandenes Schauspieltalent ab und Marc Singer gewinnt den “Bill Paxton”-Look-a-like-Contest. Sonst bleibt alles beim alten bei Ray: Belanglos bis zum abwinken und grade deswegen gut.