Dakota Harris (1986)

Ein Frachtflugzeug mit alten Steintafeln außerirdischen Ursprungs stürzt in der Nähe der Osterinseln im Südpazifik ab. Der Abenteurer Dakota Harris begibt sich auf die Suche, denn die Tafeln sollen angeblich magische Kräfte verleihen. Doch er ist nicht der alleinige Schatzjäger, ein gefährliches Rennen um die mystischen Artefakte beginnt.

„Der Titel und das Cover geben die Richtlinie vor, denn natürlich ist ‚Dakota Harris‘ nichts anderes als ein günstiges australisches Rip-off von ‚Indiana Jones‘. Und das hört nicht beim Cover auf, sondern setzt sich im Film selbst vor, wo es mehr als nur eine Szene gibt, die direkt aus ‚Jäger des verlorenen Schatzes‘ übernommen worden ist. Darüber hinaus vermengt das Drehbuch alles, was in irgendeiner Weise mystisch ist und so bekommt man das Bermuda-Dreieck ebenso wie das Philadelphia-Experiment oder die Theorien eines Erich von Däniken um die Ohren gehauen. Mit am besten kommt Hauptdarsteller John Hargreaves weg, der in Australien ein echter Star war, aber niemals Wert darauf legte, international tätig zu werden. Der Mann verstarb 1996 an Aids. ‚Dakota Harris‘ ist alles andere als ein guter Film. Kann er unterhalten? Durchaus. Macht er Spaß? Auf gewisse Weise schon. Aber kann man ihn empfehlen? Nur bedingt, am ehesten noch all jenen, die diesen filmischen Käse vor 20 Jahren gesehen haben. Fazit: Ein Indiana Jones-Rip-Off für Allesseher.“

“Indy für Australien”

Der Film hat zudem große Handlungslöcher, welche entweder auf ein unlogisches Drehbuch, aus der Endfassung entfernte Szenen oder eine fehlerhafte deutsche Synchronisation schließen lassen. Harris’ Vorname wird im ganzen Film nicht genannt. Er wird immer mit Flight Leftenant oder Dakota angesprochen. Vermutlich sollte er ein Geheimnis bleiben – gleich dem von MacGyver in der gleichnamigen Fernsehserie. Als Schlägertyp hat Hugo Weaving, bekannt durch die Herr der Ringe– und Matrix– Trilogien, eine Minirolle. Die Sets von Dakota Harris sind sehr gut bestückt und sehr detailreich, die Musik ähnelt sehr der Titelmelodie von Indiana Jones, und wird ständig wiederholt! Die Schauspielerischen Leistungen sind zufrieden stellend und ansehbar, Dakota Harris versucht sich an vielen Stellen mit Humor was leider etwas daneben geht. Dennoch macht Dakota Harris Spaß zu schauen, wenn man nicht immer gleich an Indiana Jones denkt, man sollte es nicht zu sehr vergleichen beim schauen! Dakota Harris gibt es auf VHS und DVD, eine BluRay Umsetzung ist noch nicht bekannt!

Ich gebe dem Film 8 / 10 Punkten! (Abenteuerbonus)

@ Stefan Retro

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