Dark Breed – Invasion aus dem All (1996)

Eine amerikanische Raumfähre, auf der sich offenbar schreckliche Dinge vor zutrugen, stürzt unkontrolliert auf die Erde. Eine geheime Spezialeinheit der Armee soll das Wrack bergen. Doch die Astronauten haben ein tödliches Alien-Virus mitgebracht, das sie zu nahezu unbesiegbaren Killern mutieren lässt…

 

Wer das Filmstudio “PM ENTERTAINMENT” kennt, weiß was ihm bei den Filmen erwartet. B-Movies der besonderen Art. Die Actiongeladenen Filme sind bei vielen beliebt und doch sind sie relativ unbekannt.

Wilde Verfolgungsjagden, Schiessereien, Schlägereien und Explosionen am laufen Band. So könnte man das ehemalige Filmstudio bestehend aus Joseph Merhi und Richard Pepin einfach und schnell erklären.

Zumeist drehte das Studio Actioner mit der Thematik von Cops und Spezialeinheiten. Doch im Jahr 1996 wagten sie den Versuch ihr altbekanntes und bewährtes Muster noch mit Science-Fiction zu würzen. Heraus kam DARK BREED – INVASION AUS DEM ALL.

Alien und Predator in einem!

Es fängt so harmlos an. Ein Pärchen sitzt im Auto am Hafen und möchten sich ein wenig amüsieren. Doch da taucht eine Raumfähre auf, im Sturzflug auf die Erde. Die Fähre stürzt ins Hafenbecken. An Bord die Besatzung, doch im Gepäck haben sie einen Alien-Virus der die Menschheit ausrotten will. Die Besatzung überlebt, doch tragen sie in ihren Körpern einen gefährlichen Virus. Musste die Raumfähre umkehren auf die Erde und ihre Mission abbrechen oder steckt vielleicht eine Verschwörung dahinter?

Wie gewohnt ist die Story aus dem Hause PM ENTERTAINMENT einfach und simpel gestrickt. Das Böse taucht auf, und die guten sind dazu aufgefordert, ihnen gehörig in den Arsch zu treten.

DARK BREED ist kein reiner Actionstreifen und kein reiner SciFi-Film. Eine gute Mischung der beiden sehr beliebten Genres. Natürlich verlässt das Studio nicht den gewohnten Weg. Somit bekommt der Zuschauer vor allem satte Action geboten.

Es knallt, zischt und zerplatzt vieles am laufen Band. Das erfreut das Actionfilmfanherz ungemein. Autos fliegen durch die Luft, es werden großkalibrige Waffen eingesetzt und auch mal ein Zweikampf mit den Fäusten ist im Plot vorhanden.

Action – Gewalt – Special Effects

In erster Linie dient DARK BREED dazu den Zuschauer zu unterhalten. Das schafft der Film auch mühelos. Auch wenn sich ein paar logische Fehler eingeschlichen haben. Da sieht man getrost drüber weg. Belohnt wird man mit satter gut inszenierter Action. Eine düstere Atmosphäre, dies kommt vor allem zustande, da sich die meiste Zeit der Story Nachts abspielt. 

Statt nur in die Action das geringe Budget zu investieren, steckte PM ENTERTAINMENT auch ein Teil des Geldes in Spezial Effekte. Die Mutationen der infizierten Astronauten wurde zumeist mithilfe der Computertechnik umgesetzt. Das sieht zwar aufgrund des geringen Budgets nicht gerade Meisterhaft aus, erfüllt aber den Zweck. Ähnlichkeiten zu anderen Vertretern aus dem Genre-Mix sind klar zu erkennen. 

Spannungsvoll erwartet der Zuschauer die Präsentation des kompletten Aliens aus dem Weltraum. Regisseur Richard Pepin, der uns auch “T-Force” und “Cybertracker” (auch aus dem Hause PM ENTERTAINMENT) näher brachte, schuf eine spannende Interpretation des Skriptes. Das komplette Alien ist erst im satten Finale klar und deutlich zu sehen und zu erkennen. Zuvor bekommt man nur Teile der Verwandlung und einzelne Körperpartien zu Gesicht. In voller Pracht taucht es erst im Duell am Ende des Films auf. Zwar sind deutliche Ähnlichkeiten zu “Alien” und “Predator” zu erkennen, aber gut geklaut ist auch was feines.

In Deutschland ist DARK BREED auf VHS und DVD zu kaufen, jedoch sind beide Auflagen leicht geschnitten. Ein paar blutige Szenen, die noch mit handgemachten Effekten kreiert wurden, fielen der Schere zum Opfer. Lediglich das Presse Tape zum Film ist komplett ungeschnitten.