Das Bombengeschäft (1983)

Schon 1971 machte der Regisseur William Friedkin auf sich aufmerksam mit seinem Film „Brennpunkt Brooklyn“, zwei Jahre später erneut mit „Der Exorcist“. Doch seine Karriere befand sich zu diesem Zeitpunkt noch relativ am Anfang. Es folgten noch zahlreiche weitere bekannte Werke, wovon manche heute noch einen gewissen Kultstatus mit sich tragen. „Atemlos vor Angst“ im Jahr 1977, „Das Große Dings bei Brinks“ ein Jahr darauf und welchen man noch aufzählen sollte ist „Das Kindermädchen“ von 1990. Man bemerkt so recht schnell, das Friedkin kein Mann für nur ein Genre ist, er streckt seine Fühler in zahlreichen Genres aus und gibt dem Film sein Talent und Können mit. Sein letztes Werk ist der Thriller „Killer Joe“ von 2011 – auch ein kleiner Geheimtip!

Doch 1983 kam erstmal die Komödie Das Bombengeschäft in die amerikanischen Kinos, man könnte vermuten das es sich bei dem Titel um einen Thriller oder Actionstreifen handeln könnte, doch weit gefehlt – eine flotte, unterhaltsame Komödie verbarg sich hinter dem Titel. Dazu mit noch einer sehr ausgefeilten Besetzungsliste, viele von den Schauspielern befanden sich in den 80er Jahren auf ihren Höhepunkten ihrer Karrieren. Allen voran Chevy Chase, der Mann bekannt als „Fletch“ oder auch als Schriftsteller mit Schreibblockade in „Funny Farm“, oder seine bekannteste Rolle als Familienoberhaupt der Familie Grisworld. An seiner Seite steht Gregory Hines, diesen Mann sollte man auch aus diversen Filmen kennen, sei es aus „Mel Brooks – Die verrückte Geschichte der Welt“ als Josephus von 1981, oder als Ray Hughes in „Diese Zwei sind nicht zu fassen“ von 1986. Chase und Hines sind beides gute Schauspieler mit einem Talent für Situationskomik und Gags am laufenden Band, dazu gesellt sich noch oft ein trockender aber wirkungsvoller schwarzer Humor – ohne jetzt auf die Hautfarbe anzuspielen! In einer weiteren Rolle ist Sigourney Weaver zu sehen, die Frau aus „Alien“ mimt hier eine brave, anständige Frau in hochgeschlossenen Outfit – passt meiner Meinung nach nicht zu ihr. Entweder SciFi oder Dramatik, doch Komödien nur bedingt – Ausnahmen bestätigen die Regel wie auch bei ihr in „Ghostbusters“.

Das Bombengeschäft ist eine flott erzählte Komödie mit dem Thema Waffengeschäfte mit zwielichtigen Gestalten. Es wird dargestellt als wenn ein Staubsaugervertreter Klinken putzen geht. Dazu kommt noch das Chase sich als einen anderen Mann im Film ausgibt um an das große und dicke Geschäft seines Lebens heranzukommen, koste es was es wolle. Da werden schon mal Prinzipien über Bord geworfen und außer Acht gelassen. Viele Gags bestehen aus knappen und kurzen Dialogen die passend zu den jeweiligen Szenen im Drehbuch nieder geschrieben wurden. Doch nach über 30 Jahren sind sie etwas altbacken geworden und nicht mehr zeitgemäß, was aber den Unterhaltungswert nicht einschränkt. Denn die Thematik an sich, die der Waffenschieberei ist immer noch aktuell.

Jedoch merkt man das Bombengeschäft an das er in der Blütezeit der 80er Jahre Komödien entstanden ist. Einiges an den Witzen, Szenen, Dialogen kennt man bereits aus anderen Produktionen, doch wer ein Faible für Komödien hat, die man unbeschwert zwischendurch schauen kann, ist hier gut versorgt. Und Fans von Hines und Chase sowieso!