Das Geheimnis des steinernen Monsters (1957)

In der Nähe der kleinen Stadt  in der texanischen Wüste schlägt ein Meteor ein. Dass es sich dabei um keinen gewöhnlichen Meteorit handelt, wird schnell klar, als unter anderem auch der Geologe Dr. Dave Miller entdeckt, dass die Splitter des Geschosses aus dem Weltraum, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen wachsen. Vorerst fasziniert von dieser Erkenntnis, begreift man schnell, dass es sich um etwas viel Gefährlicheres als angenommen handelt, da diese Meteoritensplitter nicht nur ins gigantische hinauswachsen und alles zerstören- sondern auch Menschen versteinern können. Zu allem Überfluss zieht ein Unwetter auf, dass eine Katastrophe unausweichlich macht.

 Das Geheimnis des steinernen Monsters ist wohl einer der außergewöhnlichsten Science Fiction-Filme, die sich mit dem Thema einer Bedrohung durch Außerirdische beschäftigt. Das untypische an dem Film ist, dass diese Außerirdische Gefahr nicht von biologischen Wesen, Raumschiffen oder Robotern ausgeht, sondern viel mehr von kristallinen Gestein, dass durch ein unkontrolliertes Wachstum alles unter sich zermalmt und um sich herum zerstört und Wesen aus Fleisch und Blut erstarren lässt bzw. versteinert. 

Diese Bedrohung ließ sich nicht so schnell wie die sonstigen Monster in den Science Fiction Filmen der 1950er bekämpfen, um so mehr ängstigte die Vorstellung jetzt nicht nur von Aliens oder fliegenden Untertassen aus dem All bedroht werden zu können, sondern auch auf Basis von Elementen, was natürlich damals zur Zeit des kalten Krieges die Menschen noch mehr verunsicherte (so glaube ich es jedenfalls)

 John Sherwood (Die Glenn Miller Story) schuf nach einer Idee unter anderem von Jack Arnold (Tarantula ) diesen aus heutiger Sicht um so seltsamer anmutenden Film, so gab es bis heute – laut meiner Ansicht – keinen Film mehr, der sich mit Das Geheimnis des steinernen Monsters vergleichen lässt – abgesehen von Katastrophenfilmen über Naturgewalten vielleicht, die in ähnlicher Weise dem Zuschauer dessen Machtlosigkeit vor der Natur aufzeigt, auch wenn dieser häufig meint er könne sie kontrollieren.    

 Im wesentlichen verdankt der Film seine Einzigartigkeit eigentlich nur durch die Art der Bedrohung, die wachsenden Gesteinskritalle, die weder Mitlied, noch Feindseligkeit, noch irgendeine Motivation besitzen, um die Menschen zu bedrohen, es aber dennoch tun. In einem Feind aus Fleisch und Blut kann man sich hinein versetzen, ob es nun aus Rache, Hunger oder gar Instinkt Menschen tötet, aber etwas das wie Gestein   ist ohne Emotionen, eigenen Willen oder sonstigen Eigenschaften ist paradox und beängstigend zu gleich, auch weil man Gestein an sich nicht töten kann, ähnlich wie eine Schneelawine. der Mensch ist für solch eine weder wichtig, noch unwichtig, sie rollt einfach über ihn hinweg, der Mensch ist bedeutungslos, obwohl er sich für die Krönung der Schöpfung hält  Und der Mensch fürchtet diese Art der Bedeutungslosigkeit.

 Die Spezial Effekte sind gut gelungen und vermitteln eine gewisse Glaubwürdigkeit, aber ich habe damit immer ein Problem, so etwas zu schreiben, da das Szenario einer solchen oder auch anderen Gefahr der Menschheit eben noch nicht widerfahren ist. Sagen wir einfach die Effekte sehen gut aus und können den Eindruck vermitteln, dass die wachsenden Gesteinskristalle relativ echt (?) ausschauen.^^

 Mir fällt es auch diesmal nicht leicht, wirklich viel zu diesem Film zu schreiben, da er zwar auf Grund seiner Monolith Monsters , wie der Film auch im englischen Original heißt, ungewöhnlich ist, aber ansonsten sich wie einer der herkömmlichen Science Fiction Filme aus diesem Jahrzehnt verhält, was nicht heißen soll, dass er langweilig oder doof ist, nur im gewissen Maße nach dem selben Model funktioniert, wie es auch das damalige Kinopublikum auch haben wollte.

Ich persönlich sehe in auch diesem Film kaum bis eigentlich gar keine Parallelen zu der derzeitigen politischen Situation zwischen den USA und der Sowjetunion, vor allem weil auch am Ende hin der Triumph der US-Army oder Atombomben nicht für die Beendigung des Schreckenszenario sorgte, viel mehr Sachverstand und Intelligenz^^

 Leider hat mal wieder alleine Anolis sich die Rechte der deutschsprachigen DVD-Veröffentlichung gesichert, wo man eine käuflichen Erwerb der DVD von Das Geheimnis des steinernen Monsters eigentlich schon vergessen kann, da sie mal wieder zu utopischen Preisen gehandelt wird. Aber der Film wird immer mal wieder im TV ausgestrahlt, wenn auch das letzte Mal im Pay-TV… 

 

Wertung: 9,5/10 Punkten

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