Das letzte Testament

Ein kleines Meisterwerk, das letzte Testament, das sich lohnt wieder entdeckt zu werden

Der Film zeigt eine typische, perfekte Vorstadtfamilienidylle aus den 80er Jahren, die durch ein Ereignis aus den Fugen geworfen wird. Die eigentliche Katastrophe wird nie gezeigt, auch gibt es keinen Schuldigen. Und das tut den Film das letzte Testament gut. Es braucht keine Erklärung, denn Littmann reduziert die Geschichte aus dem Danach und nicht dem Warum. Hier werden die Auswirkungen des atomaren Holocaust (ähnlich dem ebenfalls wunderbaren “Der Tag danach”) und der seelische Verfall der Menschen, anhand des “kleinen” Mannes gezeigt. Real existierende Menschen…dadurch gewinnt der Film an Authenzität und wird zu einer Art Dokumentarfilm ohne jedoch die Erzählweise und Form selbiger zu verwenden. Symbolbedeutend sei hier das Theaterspiel genannt. Es zeigt ein Lichtblick in eine bessere Welt, die es vielleicht geben könnte. Der Film, zeigt zudem, dass das wahre Leben in Notstandsituationen von in der Gesellschaft lebenden unangepassten Menschen (hier der behinderte Junge) versucht wird weiter zuleben. Während der “normale” Mensch dies nicht tut und verzweifelt. Er reagiert mit Angst und Panik. Dieses kammerspielartige Drama versinkt manchmal etwas zu sehr in Kitsch und Belanglosigkeit, aber schafft es dennoch einen differenzierten Blick auf die postatomare Familie zu werfen. Und mit Kevin Costner (in einer sehr frühen Rolle), Rebecca DeMorrnay („Die Hand an der Wiege“) ,William Devane und Jane Alexander auch noch top besetzt. Nicht zu vergessen die wunderbare Musik von James Horner (R.I.P.).