David Warbeck – Der James Bond in Lauerstellung

David Warbeck – Geboren am  17.11.1941 in Christchurch, Neuseeland, Gestorben am 23.06.1997 in London, Groß Britannien

David Warbeck, oder wie sein eigentlicher Name lautet David Mitchell, wurde in Neuseeland geboren. Er hat schottische Wurzeln und entscheid sich nachdem er die Schule beendet hatte in Invercargill eine Ausbildung zum Kunstlehrer zu machen. Gleichzeitig fand er Gefallen an der Schauspielerei und schloss sich einer kleinen Theatergruppe in, die hauptsächlich in Schulen auftrat.  Beim Theater war er so gut, dass er von der neuseeländischen Kunstakademie eine Stipendium für Schauspiel bekam. Infolgedessen ging er nach London an die RAD (Royal Academy of Dramatic Art). An dieser Akademie, bei der auch Vivien Leigh, Anthony Hopkins, Joan Collins, Sean Bean oder Jon Cryer gingen blieb er aber nur ein Jahr. Als Grund für sein Nicht-Verweilen dort, gab er an, er hätte ein schlechtes sexuelles Betragen an den Tag gelegt. Um seine Brötchen zu verdienen fing er an als Fotomodell zu arbeiten.

Im Jahre 1965 gab er sein Filmdebüt in „Wolfshead: The Legend of Robin Hood“.  Eine Independetproduktion über Robin Hood. Der Regisseur dieses Films war John Hough, der ihn zwei Jahre später eine Rolle in „Draculas Hexenjagd“ anbot. Im gleichen Jahr (1971) bekam er ebenfalls eine Rolle im Sergio Leone Film „Todesmelodie“. Es folgten Auftritte in der Komödie „The Sex Thief“ und im Russ Meyer Kracher „Black Snake“. Mit der sexuellen Ausstrahlung hatte er es anscheinend, spielte er doch auch in der TV-Serie „Milk Tray“ einer der Hauptrollen. Hier war der Slogan der Serie „And all because the Lady love…Milk Tray“. Eine Rolle auf ihn zugeschnitten. Gegen Ende der 70er Jahre bekam er durch einen italienischen Agenten Angebote.

Seine erste italienische Produktion war „Jäger der Apokalypse“ von Antonio Margheriti aus dem Jahr 1980. Dieser Film machte ihn über Nacht bekannt und so war er in den kommenden Jahren in über 30 verschiedenen italienischen Low Budgetfilmen zu sehen. Am Bekanntesten ist seine Kollaboration mit Lucio Fulci. Er spielte unter seiner Regie u.a. in „Über dem Jenseits“ oder „The black Cat“. Auch weitere Filme entstanden wie „Höllenkommando der Ewigkeit“ oder „Die Überlebenden der Totenstadt“.

Von diesen Filmen konnte er nicht gut leben. Teilweise bekam er pro Film nur 4000 Pfund. Manchmal spielte er auch umsonst mit. Um sein täglich Brot zu verdienen arbeitet er immer wieder als Modell und bekam dort bis zu 300.000 Pfund (wenn er TV-Spots machte). Da er gut aussah war er in der engeren Auswahl der Nachfolger von Sean Connery als „James Bond“ zu werden. Den Zuschlag bekam Roger Moore. Warbeck wurde aber mitgeteilt, er solle sich bereit halten, wenn Moore aufhören sollte. Dann wäre er der nächste Kandidat. Er bekam sogar Geld dafür zu warten, damit er der mögliche Nachfolger wird. Eines Tages las er aber es wird Timothy Dalton. Da rief er die Produzenten an und diese sagten ihn er sei nun „zu alt für diese Rolle“.

Warbeck lebte in London wo er über 20 Jahre lang ein Haus renovierte und drin lebte. Er war von 1965 bis zu seinen Tod mit Lois Shepard verheiratet. Er hat eine Tochter. Zum Ende seines Lebens hin trat er häufig auf Conventions auf. Er starb 1997 an Krebs.

David Warbeck war für mich einer der Schauspieler, die großes Potential hatten, dieses aber in schmal budgetierten B-Movies tragischer weise verspielten. Aber für Genreliebhaber ist er ein Genuss.