Deadlocked – Flucht aus Zone 14 (1995)

Inhalt:

Tony Archer (Esai Morales) wird eines Mordes angeklagt, welchen er nicht beging. Er wird in ein Gefängnis verlegt. Hier hat er die Möglichkeit zu entkommen. Aber nicht ohne Grund. Jack Claremont (Stephen McHattie), der ihn eingesperrt hat, möchte, dass Tony zusammen mit der Millionendiebin Allie Thompson (Nia Peebles) flieht. Der Harken dabei ist: sie tragen Halsänder, die explodieren wenn die Gefangenen das Gelände verlassen.

Filmisches Feedback:

Nicht so schlecht, aber auch nicht so gut

FORTRESS (1995) ein ebenfalls im gleichen Jahr erschienener SF-Film stand hier definitiv Pate. Auch der Rutger Hauers Film WEDLOCK (1991) ist unverkennbar hier stilistisch kopiert worden. Aber auch wenn es viele Ähnlichkeiten gibt, so hat dieser Film doch tatsächlich eine ganz eigene Dynamik und seinen eigenen Flair.

Natürlich ist die Geschichte keine neue und die Story ist nun bereits (auch zur damaligen Zeit) ausgelutscht. Aber Regisseur Graeme Campell schafft es seinem Film eine Actionnote der Marke “Direct-to-Video” zu geben. Campbell, ein kanadischer Filmer, ist im Fernsehen beheimatet und drehte TV-Serien wie KUNG FU – IM ZEICHEN DES DRACHEN (1993 – 1994) oder TV-Filme wie VULKAN – BERG IN FLAMMEN (1997). Die Darsteller sind grundsolide. Esai Morales sah man in TV-Serien wie NYPD BLUE, AMERICAN FAMILY, FROM DUSK TILL DAWN oder JEICHO – DER ANSCHLAG. Seine Karriere begann er vielversprechend in Filmen wie BAD BOYS (1983) neben Sean Penn oder als Bob Morales in LA BAMBA (1987). Stephen McHattie (der immer mit Lance Henriksen verwechselt wird) kennt man trotz seiner bislang 205 Auftritte in Film und Fernsehen eher aus den Filmen WTACHMEN (2009) oder 2012 (2009). Nia Peebles spielte die Sidney Cooke neben Chuck Norris in der TV-Serie WALKER, TEXAS RANGER (1999 – 2001) und war Stammbesetzung in der TV-Serie FAME – DER WEG ZUM RUHM (1983 – 1986). Aber zu wirklich mehr hat es leider nicht gereicht. Schade eigentlich.

Die Crew besteht aus Könnern, die schon beim ein oder anderen großen Werk mitwirkte. Kameramann Devid Geddes gehörte mit zur Crew beim Film DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT (1982) und war Chefkameramann bei TUCKER AND DALE VS. EVIL (2010). Komponist Peter Manning Robinson schuf die Scores zu CRITTERS 4 (1992) oder RADIOACTIVE DREAMS (1985).

Zusammenfassend kann man sagen: Ein B-Film, den man sich damals in der Videothek auslieh um einen kurzweiligen Abend zu haben. Und das kann er wohl. Ein  B-Film  auf recht gutem Niveau für solche Art von minibudgetierten Film. Die Schauspieler bleiben zwar hölzern und das Drehbuch hat keine grandiosen Wendungen zu verzeichnen, aber das will er auch gar nicht. Ein Schnellschuss, der unterhält. Mehr aber auch nicht.

Der Film wurde in British Columbia in Kanada gedreht und hatte im Original ebenfalls den Titel DEADLOCK 2.