Die attraktive Psychologin Jeanne Quester (Catherine Deneuve) moderiert eine nächtliche Talkshow im Radio. Während einer Sendung meldet sich plötzlich ein anonymer Anrufer mit verzerrter Stimme, der bei Jeanne eine grauenvolle Erinnerung wachruft: die bestialische Ermordung ihrer Eltern vor 25 Jahren. Ist der wahnsinnige Mörder, der nie eindeutig identifiziert wurde, zurückgekehrt? Das Dunkel des Äthers wird für Jeanne zu einer tödlichen Bedrohung. Als der Unbekannte dann auch noch Jeannes kleine Tochter entführt, vereinbart sie ein Treffen mit dem mutmaßlichen Killer…



Muss ein spannender Thriller Blut, Ekel und Schockeffekte in seinem Repertoire haben? Nein, muss er nicht. Genau so ein Kandidat ist DEADLY FEAR (1988), sehr spannend, finster und oft bedrohlich wirkend kommt dieser Film ganz ohne oben genannten Aspekte aus. Der Film basiert auf dem Roman “Die Stimme des Mörders” aus der Hand des amerikanischen Schriftstellers Stuart M. Kaminsky. Er schrieb den Roman bereits im Jahr 1983. Kaminsky hatte das Talent Stilelemente eines Film Noir einzupflegen was den Produzenten und auch dem Regisseurs des Films gut gelungen ist in bewegten Bildern umzusetzen.

Betrachtet man die Story von DEADLY FEAR so bekommt man nicht das Rad neu erfunden präsentiert. Man setzte auf altbewährte Erzählstrukturen, was einem Fan des Genres Thrillers recht schnell auffällt. Somit bleibt auch einiges auf der Strecke. Manche Handlungen sind vorherzusehen und verlieren dadurch an Spannung und Atmosphäre.

Ein großer Pluspunkt von DEADLY FEAR ist der Schauspielerin Catherine Deneuve zu zusprechen. Sie mimt die Psycho – Tante sehr authentisch und mit einer beeindruckenden Charakter-Tiefe. Sie blüht förmlich in der Rolle einer Radiomoderatorin auf.

Wer sich mittels eines anständigen Krimis einen gemütlichen Abend machen will, liegt hier genau richtig.


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