Deadly Games – Allein gegen den Weihnachtsmann (1989)

Der kleine Thomas kann zwar schon gut mit Technik und Computern umgehen, trotzdem glaubt er noch an den Weihnachtsmann, und will diesen auch zu Gesicht bekommen. Daher installiert er in der ganzen Wohnung ein ausgetüfteltes Videoüberwachungssystem, und in der Nacht taucht dann tatsächlich ein Mann in einem roten Umhang auf – der aber keineswegs der Weihnachtsmann ist, sondern ein gefährlicher Killer!


Oh Du Fröhliche…..

so fängt zwar ein bekanntes Weihnachtslied an aber nicht der Film um des es hier geht. Die Rede ist von DEADLY GAMES aus dem Jahr 1989. Auch unter dem Zusatztitel “Allein gegen den Weihnachtsmann” bekannt. Lange Zeit war dieser Mix aus Horror-Elementen und Thriller in Deutschland nur auf VHS veröffentlicht worden.

Doch nun war es soweit und das Label GAMERA OBSCURA spendierte diesem Klassiker eine würdige und längst überfällige Veröffentlichung auf DVD und Blu-ray.

Der französische Beitrag zur Besinnlichkeit entstand unter der Regie – Leitung von René Manzor. Zu seiner Laufbahn als Regisseur sind noch Filme und Serien vorhanden, von denen die meisten wohl hierzulande eher unbekannt sein werden. 

Passend zur üblichen Stimmung zum Weihnachtsfest, fängt auch DEADLY GAMES an. Ein kleiner Junge, der gerne sich als Ein-Mann-Armee in seiner Phantasie gegen eine Überzahl an Kriegsfeinden in dem riesigen Haus in dem er mit seiner Mutter und seinem halbblinden Opa, einschließlich Hund lebt. Da werden die Pflanzen im Haus schon mal als Deckung genutzt und sollen einen undurchdringlichen Dschungel darstellen.

Selbst Opa und Hund werden ins Geschehen mit einbezogen, zumeist eher unfreiwillig, die Mutter ist mehr am arbeiten als sich mit dem kleinen Jungen zu beschäftigen.

Doch mit der schönen Ruhe ist es bald vorbei als ein Psychisch Kranker Mann als Weihnachtsmann verkleidet, durch den Schornstein zwängt. Auf der Lauer liegend denkt im ersten Moment der Junge das es sich um den echten Weihnachtsmann handelt, doch diese Erwartung wird schnell zunichte gemacht und der Terror beginnt.

Dem Regisseur ist es sehr gelungen eine dichte und beängstigende Atmosphäre aufzubauen. Durch die strikte Rollenverteilung und Mithilfe des Kindes sind die Sympathien und das mitfiebern sofort beim Jungen. Der kindliche Charme ist spürbar und dient als Mittel zum Zweck.

Der Mix aus Home-Invasion-Thrill und Weihnachts-Horror geht voll auf. Gebannt starrt der Zuschauer auf das Geschehen und wird von einem Anfangs wirkenden KEVIN – ALLEIN ZU HAUS Verschnitt komplett in eine andere Richtung förmlich gedrückt. Eine kleine Prise Humor fand auch seinen Platz im Drehbuch und lockert die Spannung des Films etwas auf, somit bekommt der Zuschauer ein paar kleine Verschnaufpausen spendiert.

DEADLY GAMES ist spannend, beängstigend, unterhaltsam und nicht nur zu Weihnachten eine Sichtung wert. Obwohl er aller Wahrscheinlichkeit im Winter bei Schnee und Eis, wie im Film noch mehr von seinen Qualitäten ausspielt.

Dank GAMERA OBSCURA ist DEADLY GAMES nun auch in der digitalen Welt angekommen. Die VHS Auflage vom Label ATLAS war teilweise schwer zu bekommen und wenn dann oft für etwas höhere Summen.