Deadly Instinct – Die Bestie aus dem All (1998)

Manche Filme erleiden ein negatives Schicksal – das kann mehrere Gründe haben. Doch oft werden Filme an ihrem Budget gemessen. Viele B- oder C-Movies bis hin zu den Amateuerfilmen werden oft nieder schmetternd in den Boden gestampft. Muss das sein? Schauen viele Kritiker / Hobby-Kritiker den Film anders als andere Zuschauer?

Der Monster Streifen „Deadly Instincts“ von 1998 ist unter anderem so ein Vertreter. Zahlreiche negative Kritiken sind im Internet vorzufinden. Aber wieso wird es so mies gemacht? Regisseur Paul Matthews inszenierte einen sehr unterhaltsamen und atmosphärischen Monster Streifen. Schon drei Jahre zuvor drehte er den Monster Vertreter „Grim – In den Katakomben des Grauens“, dem das selbige Schicksal ereilte wie „Deadly Instincts“. Zu den weiteren Werken von Matthews zählen „Der Herr der Elfen“ von 1997 und „Das Letzte Einhorn kehrt zurück“ von 1998.

Zugegeben die Story vom Film ist simpel aufgebaut und wird flüssig von den Schauspielern dargeboten. Ein Asteroid stürzt auf die Erde und landet auf dem Gelände einer Mädchen Universität. Doch es handelt sich nicht um einen Asteroiden, sondern um ein Monster, was auf der Suche nach Fortpflanzung ist. Da kommt doch so eine Uni voll mit jungen Mädchen wie gerufen.

Die Lehrer und Schülerinnen werden mit unheimlichen Situationen konfrontiert. Mädchen verschwinden spurlos und ein Lehrer wird des Mordes verdächtigt. Sie versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Was verbirgt sich auf und unter dem Gelände?

Regisseur Matthews schaffte es eine beklemmende und erdrückende Atmosphäre zu schaffen. Das Monster wird oft nur Ansatzweise oder gewisse Körperteile ins Bild gerückt. Das unheimliche grüne Leuchten der Augen und Zähne tut sein übriges. Klar, die Darstellung des Monsters ist simpel und einfach – ein Mann im Gummikostüm, aber die Mischung aus Alien und Godzilla ist schön anzusehen. Die Gewaltdarstellung hält sich bedeckt und lässt dem Film somit genug Raum zur Entfaltung. Mithilfe von Licht, Blitzen und düsteren Gängen in und unter der Uni wird die Atmosphäre dichter und dichter.

Die Schauspieler agieren auf einem schaubaren Level und die deutsche Synchronisation ist recht gut gelungen, habe schon schlimmere wiederfahren. Zwei der attraktiven Damen sind recht bekannt, und dürften schon in manch anderen Produktionen aufgefallen sein. Allen voran die rassige Kadamba Simmons. Sie ist zumeist in der Nähe des Monsters vorzufinden, und rekelt sich im knappen sexy schwarzen Dress durchs Bild. 1998 wurde sie jedoch von ihrem damaligen Freund ermordet. In einer weiteren Rolle taucht Samantha Womack auf. Sie kennt man unter anderen aus „Kingsman – The Secret Service“ von 2014. Im Jahr 1990 spielte sie unter anderen an der Seite von Michael Caine in „Jekyll und Hyde“, die Rolle der Margaret.

Zugegeben der Film beinhaltet ein paar schwache Dialoge, die auch jedem Menschenverstand meiden, aber über solch kleinen Mankos sollte man hinwegsehen. Somit ist „Deadly Instincts“ ein sehr unterhaltsamer Monster Streifen, der sich hinter anderen Werken aus dem Genre keineswegs verstecken braucht. Man sollte sich ein eigenes Bild vom Film machen – und ich denke das viele die negativen Meinungen kaum nachvollziehen können. Für ein paar Euro kann man den Film im Handel schon bekommen mit einer Freigabe von 16, vom Label „Sunfilm“ mit einem Wendecover!