Death Machine (1994)

Inhalt:

Im Jahr 2003 baut der Waffeningenieur Jack Dante (Brad Dourif) für den Rüstungshersteller CHAANK COOPERATION einen intelligenten tödlichen High-Tech-Roboter. Statt eingegebenen befehlen zu gehorchen, reagiert dieser auf der Angst der Gegner. Die neue Managerin der Firma Hayden Cale (Ely Pouget) bekommt davon Wind und versucht diesen Roboter zu stoppen. Aber sie hat die Rechnung ohne Dante gemacht.

Filmisches Feedback:

Hommage und eiskalter Film zugleich

Stephen Norrington, heutzutage durch BLADE (1998) und DIE LIGA DER AUSSGERWÖHNLICHEN GENTLEMAN (2003) bekannter Regisseur lieferte hier einen der besten Regiedebüts ab die ich gesehen habe. Zuvor war er u.a. als Make-Up und SFX-Experte tätig wie z.B. bei ALIENS (1986)  oder M.A.R.K. 13 (1990; ein ebenfalls sehr guter Film), lieferte hier ein blutiges und geniales Stück Independent-Science Fiction ab. Er weiß woher er kommt und welchem Genre er angehört. Auf jeden Fall dem Fantastischen.

Allein die Benennung seiner Figuren ist eine Verneigung seiner Vorbilder: da gibt es Jack Dante, John Carpenter, Sam Raimi, Scott Ridley oder zwei Ökoterroristen names “Weyland” und “Yutani”. Norrington huldigt allein schon dadurch seinen Vorbildern. Und er macht seine Sache verdammt gut.

Die Mischung aus ROBOCOP (1987), ALIENS (1986) und TERMINATOR (1984) funktioniert nicht nur auf der Ebene des reinen SF-Horroractioners. Sondern auch als kleine fiese, zynische Abrechnung mit der Rüstungsindustrie und ihre Allmachtsfantasien. Genial dargestellt (also diesmal wirklich) von Brad Dourif, der hier eine großartige Performance (für eben solch einen Film abliefert).

Der Low-Budget Streifen sieht zum Glück nicht danach aus. Da hat auch der Kameramann John de Borman (nicht zu verwechseln mit Regisseur John Boorman) aus GANZ ODER GAR NICHT (1997) oder HAMLET (2000) seinen großen Anteil. Seine Bildkompositionen bestehend aus düster-kalter Technoiroptik und geschickten Licht und Schatteneinsatz zeugt vom Spannungsaufbau und einer Suspensekurve die stets nach oben geht.

Altgediente B-Film Recken verdienen hier ein Lob. So z.B. Ely Pouget (U1 – TAUCHFAHRT DES TODES, 1990) oder der Deutsche Andreas Wisniewski (GOTHIC, 1986 oder JAMES BOND 007 – DER HAUCH DES TODES, 1987). Sie alle zusammen mit der rasanten Regie bilden eine blutige Abrechnung mit dem Kapitalismus im Gewand eines Dark-Future SF-Actionfilms. 
Aber Vorsicht: Bitte nur die Uncut Version sehen.