Defender 2000 (1987)

Nord-Alaska 100 Jahre nach dem alles vernichtenden Atomkrieg. Rebellen liefern sich unerbittliche Gefechte mit den neuen militärischen Ordnungshütern um die letzten Ölreserven. Slade, ein ehemaliger Soldat, schließt sich den Rebellen an und unterstützt sie im Kampf gegen die totalitäre Obrigkeit. Und Slade weiß: Derjenige, der den “Defender 2000”, eine maschinengewehrartige Wunderwaffe, in seinen Besitz bringt, wird letztendlich den Kampf gewinnen …


Eine Wüstenlandschaft, ein wenig Geröll, ein alter Kiesbruch und ein paar Matte Paintings für Panorama – Aufnahmen. Dazu noch ein paar Soldaten, Rebellen in schicken Uniformen oder im schwarzen SM Look. Fertig ist das Szenario für ein SciFi-Endzeit Epos. Zwar nutzt der Klassiker MAD MAX auch ein paar dieser Zutaten, doch der philippinische Regisseur Cirio H. Santiago setzt einen drauf. Er ist bekannt dafür viele seiner Filme in seiner Laufbahn als billiges und schnell runter gekurbeltes Werk anzusehen.

Schon allein die Anfangssequenz bei DEFENDER 2000 setzt neue Trash – Maßstäbe. Ein mit Marschmusik untermaltes Feuergefecht, in dem es dutzende Tote durch Explosionen und Patronen gibt ist allein ein Hingucker wert. So bekommt man recht schnell einen Eindruck vermittelt, was einem im späteren Verlauf des Films noch erwartet. Story technisch bewegt sich DEFENDER 2000 nicht aus den gewohnten Klischees heraus. Statt um Nahrung, Wasser oder Benzin geht es hier um das schwarze Gold, nämlich dem Öl.

Der Zuschauer begleitet den Rebellen Slade bei einem Feuergefecht, in dem sein Vater ebenfalls ein Offizier wie er ums Leben kommt. Er wird von den Auf-ständigen gefangen genommen und von seinen eigenen Leuten als Deserteur dahin gestellt. Nun muss er nicht nur gegen den Gegner kämpfen, sondern noch gegen seine einstigen Kameraden an der Front. Nach einer wilden Flucht aus dem Lager gerät Slade an die Rebellen, die ebenfalls nur um das nackte Überleben in der Einöde kämpfen.

Er unterstützt nach Anfrage der Rebellen, ihnen mit einer Superwaffe zu helfen. Denn Slade ist wie einst sein Vater ein Waffen-Experte. An seiner Seite eine junge wilde Rebellin, ebenfalls in luftigen schwarzen Dress. Sie unterstützt Slade und möchte nicht nur das Öl mit ihm teilen ;)

In bester A-TEAM Manier, baut Slade mit fetziger Musik, mit freien Oberkörper, Schweiß getränkt eine Wunderwaffe. Sie soll den Krieg zwischen den einzelnen Parteien endlich beenden und für Frieden sorgen. Gewalt mit Gewalt bekämpfen. Jetzt geht es nicht nur um das Öl, sondern auch die Ehre, die Freiheit, den Frieden.

Mit einem fetten Finale, einem wilden Feuergefecht zwischen allen Parteien in der Einöde wird dieses Action-SciFi-Trash Gebräu beendet. Untermalt mit patriotischen Trompeten-Klängen legen alle die Waffen nieder und werfen sie in ein Feuer. Durch zahlreiche Verluste auf allen Seiten beginnt nun eine neue Ära in der Endzeit.

DEFENDER 2000 der im Original EQUALIZER 2000 heißt bekommt der Zuschauer zwar eine dünne, ausgelutschte Story geboten, wird aber dafür mit satter Action entschädigt. Mit Richard Norton und Robert Patrick gut besetzt. Norton mimt den Slade in gewohnter Action-Manier und macht mit der Superwaffe eine gute Figur.

Hierzulande ist DEFENDER 2000 bislang nur auf VHS noch dazu in gekürzter Fassung erschienen. In den USA ist er bereits neu abgetastet und vollkommen ungeschnitten auf Blu-ray vom Label CODE RED erschienen. Einer würdigen Veröffentlichung hierzulande wäre wünschenswert und würde sicherlich viele SciFi-Action-Freunde finden.