Demon Warp (1988)

Seit ein Komet tief in den Wäldern niedergegangen ist, schleicht ein affenartiges Wesen umher, welches Leute tötet. Eine Gruppe Teenager macht gerade Urlaub in den Wäldern und stößt auf einen offenbar verwirrten Mann, der seine Tochter durch das Monster verloren hat. Wie weit ihm zu trauen ist, wissen die Kids nicht. Hinter den Ereignissen um das mordende Affenwesen steckt ohnehin mehr, als die Teenager auf ihrer Flucht bislang vermutet hatten…


Wer schon mal mit TRASH nichts weiter anfangen kann, der braucht schon mal gar nicht weiterlesen. Denn DEMON WARP (1988) ist ein kleines Sahnestück im Genre. Noch dazu bislang ein ONLY VHS Kandidat in Deutschland. Wie könnte man DEMON WARP mit ein paar Wörtern beschreiben? Jason im Affenkostüm trifft es da ganz gut. Eine Mixtur in Sachen Sex- und Exploitation!

Slasher meets Trash – diese bunte Mischung ist dem Regisseur Emmett Alston ganz gut gelungen. Er zeigt eindrucksvoll das man mit einem geringen Budget von nur knapp 250.000 US-Dollar so einiges wirres aber dennoch unterhaltsames Zeug fabrizieren kann. Auch wenn DEMON WARP ein recht unbekannter Streifen ist, so besitzt er bei seinen wenigen Fans einen hohen Status. Regisseur Alston drehte in seiner Karriere unter anderem noch DIE 9 LEBEN DER NINJA (1985) und ROCKNACHT DES GRAUENS (1981).

Auch wenn DEMON WARP mit einer etwas wirren Story anfängt und der Zuschauer erstmal ordentlich durch die Klischees von Horrorfilmen gezogen wird, weiß der Film zu punkten. Allen voran durch die Special Effekte, für die aller Wahrscheinlichkeit das meiste Geld des Budgets drauf ging. Für die Effekte war Künstler John Carl Buechler zuständig, der uns auch schon in DER TODESJÄGER und TROLL sein Talent bewies.

Eine kleine Mogelpackung ist DEMON WARP doch auch leider. Auf dem Cover und Poster aus der damaligen Zeit prangert Schauspieler GEORGE KENNEDY. Ihn kennen wir vor allem als Kollegen von Frank Trebin aus DIE NACKTE KANONE TRILOGIE. In DEMON WARP ist jedoch seine Screentime sehr begrenzt und er huscht lediglich ein paar Mal durchs Bild.

In einer weiteren Rolle taucht Michelle Bauer auf, wie man es von ihr gewohnt ist, entkleidet sie sich auch hier recht schnell und präsentiert dem Zuschauer ihre optischen Reize. Wenn man bedenkt das Michelle Bauer im Hardcore-Geschäft als Darstellerin angefangen hat, wirkt sie hier recht zurückhaltend. Statt wie andere Schauspielerin schlug sie den Weg anders herum ein. Sie war eine durchaus beliebte Darstellerin im Filmgeschäft und spielte in zahlreichen B-und C-Movies mit. Sie war auch ein Liebling von Fred Olen Ray – noch Fragen?

Die ersten 50 Minuten des Films sind recht langatmig und teils sehr verwirrend. Die Story ist sofern sie vorhanden ist etwas konfus konstruiert worden. Zwischendurch wird man schon mit ein paar charmanten Gore-Einlagen bei Laune gehalten. Gute Horrormasken und die MakeUp Abteilung zeigte auch eindrucksvoll ihr Können. Im späteren Verlauf nimmt der Film ordentlich an Fahrt auf. Harte Gore und Splattereinlagen kommen zum Vorschein. Dazu noch ein stimmiges und passendes Set, DEMON WARP wurde hauptsächlich in Topanga Canyon in der Nähe von Los Angeles, sowie im Griffith Park gedreht. So bekommt der Streifen noch einen Touch BACKWOOD mit ins Skript gepackt.

Bislang ist DEMON WARP in Deutschland lediglich auf VHS in einer um 1 Minute gekürzten Version erschienen. Wird Zeit das diese kleine Filmperle der bis 2015 sich auf dem Index befand seinen Weg ins digitale Zeitalter findet. Er verließ die Index-Liste durch Ablauf der Frist von 25 Jahre. Wäre doch dann mal ein passender Titel wie z.B. für die cmv Trash Collection oder?