Der eiskalte Tod (1973)

“Der eiskalte Tod” (1973) oder “aufgemerkt! Gelungener 70er-Jahre Tierhorrorthriller”

Aber nicht nur das. Die 70er waren geprägt durch gewisse Paranoiathriller, wie “Klute” oder “Die Unbestechlichen” und einer Anhäufung kritikvoller Filme, die versuchten vieles (auch formal) aufzubrechen. Dieser kleine, aber sehr feine TV-Film besticht durch seine kühle Atmosphäre und seiner intelligenten Inszenierung. Denn das Glück ist, dass das Setting auf einen komplett isolierten Ort abspielt und das im Grunde nur zwei Schauspieler mitwirken, die eine fantastische Performance abliefern. Die hintergründige Kritik an Tierversuchen ist zwar da. Vornehmlich geht es hier allerdings um die angsterfüllte Paranoia zweier Männer in absoluter klaustrophobische Abgeschiedenheit. Misstrauen und Angst treiben den Menschen in Gefilde des Abgrundes. Eine Bedrohung von ausserhalb (bzw. hier innerhalb) noch dazu und der Mensch wird selbst zum Tier durch Fragen des Vertrauens. Was den Film hervorhebt ist die sehr zurückhaltende Regie (also keine effekthascherei, sondern permanenter Spannungsaufbau) und der Score, der hier tatsächlich so klingt, als ob er vom frühen John Carpenter geschrieben wurde. Und tatsächlich erinnert vieles an Carpenters “The Thing”-Version. Nur eben knapp 9 Jahre vorher. Selten hat ein Film keinen besseren deutschen Titel erhalten wie dieser! Unbedingt ansehen! Ein Psychothriller der Spitzenklasse erwartet euch (deswegen zähle ich den Film auch weniger zu den Tierhorrofilmen). Leider gibt es von dieen Film nur eine dürftige DVD. Ich hoffe der bekommt bald ein Release was seinem würdig ist!