Die frisch verheirateten Steve (David Simonds) und Eileen Bateman (Julia McNeal) beziehen trotz einiger Warnungen aus der Nachbarschaft ein spottbilliges Apartment in New York, in der als einziger Nachlass des Vormieters ein mächtiger Kühlschrank die Küche dominiert. Das junge Glück wird getrübt, als es zu einer Serie unerklärlicher Vorkommnisse kommt.

 

Schon allein ein Filmtitel kann bei manchen Cineasten eine Vorfreude auslösen, wer jetzt beim Titel DER KÜHLSCHRANK an einem Werbespot für Elektrogeräte denkt, liegt völlig falsch. Es handelt sich um einen Trash Streifen mit Splatter Anleihen von 1991 der unter der Regie von Nicholas Jacobs entstanden ist, es war sein erster und auch sein letzter Film. Vielleicht hätte er sich als Erstlingswerk ein anderes Drehbuch nehmen sollen, mit etwas mehr Tiefe oder mehr Splatter Fun.

 

Eiskalt – Mörderisch – Gefräßig!

In erster Linie handelt der Film von einem jungen Pärchen, was endlich von Zuhause auszieht und in die große Stadt New York ein kleines Apartment bezieht. Vom Vormieter übernehmen sie teile des Mobiliar, wozu auch der Kühlschrank gehört. Der Zuschauer begleitet die beiden bei ihren täglichen Aktivitäten und in deren Jobs, auch lernt man ein paar andere Mieter, sowie den Hausmeister des Mehrfamilienhauses kennen.

Es wurde versucht ein paar Gags in die Story einzuflechten, die jedoch leider ins Bodenlose zünden, und nur schwer beim Zuschauer ein Schmunzeln oder Lachen hervorbringen. In den ersten 30 Minuten passiert nicht sonderlich viel, das Hauptthema des Films ist eher die Beziehung des Pärchens als der Kühlschrank an sich. Doch wer wartet und etwas Geduld aufbringt, bekommt schon mal eine kleine Attacke des Kühlschranks geboten, zwar ist nicht sonderlich viel zu sehen, aber der rote Saft fließt und spritzt schon etwas durch die Küche. Und ab diesem Zeitpunkt wandert der Film in die Trash Ebene, mit leichten Horror und Splatter Ansetzen.

Man wartet gespannt und geduldig auf die nächsten Ereignisse und Angriffe des Kühlschranks, doch leider vergebens. Erst im letzten Teil der Laufzeit bricht der Film aus der Romanze aus und zeigt uns wieder etwas Blutiges, netter Zusatz – das der Kühlschrank nicht allein unterwegs ist um an Menschen als Futter zu kommen. Hier kommen auch Fans härterer Kost etwas auf die Kosten und genießen die Splattereinlagen, doch wie unverhofft sie auftauchen, so schnell verschwinden sie auch wieder.

Seit kurzem gibt es DER KÜHLSCHRANK vom Label SCHRÖDERMEDIA auf DVD in einer auf 1000 Stück limitierten Auflage. Das Bild ist im 4 : 3 Format belassen worden und bietet gehobene VHS Bild und Tonqualität.