Der Polyp – Die Bestie mit den Todesarmen

In den 70er Jahren waren die Tierhorrorfilme ganz groß im kommen und beliebt bei den Zuschauern, dies dachte sich wohl auch der Regisseur Ovidio G. Assonitis, der auch als Produzent bei diversen Produktionen beteiligt war und drehte und produzierte den Streifen der Polyp – Die Bestie mit den Todesarmen im Jahr 1977. Zu seinen weiteren Werken hinter der Kamera tauchen noch Titel wie „Party des Schreckens“ von 1981 und „Piranha II – Fliegende Killer“ aus demselben Jahr auf. Als Produzent war er bei Filmen mit den Titeln „Mondo Cannibale“ von 1972, „Der einsame Kämpfer“ und „American Fighter IV – Die Vernichtung“ von 1990 als Produzent im Hintergrund tätig.

Der Polyp schwamm im Fahrwasser von Filmen wie „Der weiße Hai“ mit und ging fast klanglos unter. Laut diversen Angaben sollen insgesamt 4 Drehbuchautoren hier am Werke gewesen sein, doch wenn man sich die plumpe und langweilige Story sich so näher vor Augen führt, passt der Satz „Mehrere Köche verderben den Brei“ hier wie „Die Faust aufs Auge“. Die Dialoge sind flach und sehr inhaltslos und kommen von den Darstellern etwas lieblos daher, dies kann auch an der deutschen Synchronisation liegen, aber wenn man sich die Darsteller genauer betrachtet, wirken sie ebenfalls etwas lustlos am Set und dachten vielleicht nur an die versprochene Gage.

Da nützte es auch nichts wenn man ein paar namenhaften Schauspieler mit ins Boot nimmt, wenn das drum herum nicht stimmt und fehl am Platze wirkt dann können Namen wie Henry Fonda und Bo Hopkins auch nichts mehr retten. Mysteriöse Todesfälle, ermittelnde Biologen, ahnungslose Opfer und eine Regatta als Höhepunkt der Katastrophe sind lieblos aneinander gereiht worden und die Geschichte des Forschers der mit Tentakeln hantiert um Killerwalen der Garaus zu machen klingt hohl und kommt auch so rüber.

Die Tricks sind mehr als primitiv und einfach, der Zuschauer erkennt auf Anhieb dass sie in einem Aquarium gedreht wurden, dafür muss man kein Spezialist sein. Die Schnitttechnik die im Film angewandt wurde ist ansprechend inszeniert worden, doch leider ist dies in meinen Augen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Polyp ist ein Film der bei manchen Kritikern zu Recht untergegangen ist, er ist auf VHS und DVD zu bekommen und hat eine Freigabe von 12 bekommen, also fast ein Film für die ganze Familie, im Horrorbereich eher unpassend. Das Label Koch Media veröffentlichte nun diesen Trashstreifen in der CREATURE FEATURE Reihe auf DVD und Blu-ray. Beide Scheiben besitzen ein sehr klares und sauberes Bild und auch die Tonspuren sind klar und deutlich aus den Boxen zu vernehmen.

Wenn man sich der Polyp aus der Sicht eines Trash Liebhabers betrachtet, so kann man dem Film dennoch so einiges abgewinnen, hohle Dialoge, billige Tricktechnik und eine hohle und simple Story. Also besitzt der Streifen einen hohen Trashfaktor. Der Polyp wird des Öfteren im Free TV ausgestrahlt und dies zumeist zu recht frühen Abendstunden.

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