Der Rasiermesserkiller (1974)

Ein psychopathischer Killer ist von den Auftritten junger Mädchen, im Bachelor-Magazin, entzürnt. Er mag es nicht, dass sich die jungen Dinger nackt ablichten lassen und findet dies so verwerflich, dass er es für richtig hält, sie der Reihe nach umzubringen. Erst muss eine Frau am See dran glauben, dann eine Krankenschwester und ein Hippie-Mädchen in einem Landhaus und danach geht es Frauen an den Kragen, die ein Fotoshooting am See haben. Der Killer geht dabei akribisch nach einem Kalender vor, auf dem die Mädchen abgelichtet sind, der sich im ominösen Bachelor-Magazin befindet. Als dann aber die Stewardess Vera an der Reihe ist, läuft es beim Killer nicht so wie er es sich gedacht hatte und sein Plan, die Welt von unmoralischen Menschen zu befreien, gerät in Gefahr…

 

Fast jeder Mann rasiert sich regelmäßig. Heutzutage eher elektrisch, doch früher wurde das altbekannte Rasiermesser dafür genutzt. Da kann man doch einen Film daraus machen. Jetzt nicht unbedingt über das rasieren, aber wofür man das sehr scharfe Messer noch verwenden kann, zeigt DER RASIERMESSERKILLER von 1974. Unter der Regieanweisung von John Peyser, der hauptsächlich Serien in seiner Laufbahn vorweisen kann, entstanden.

Nicht nur Messer sind scharf!

Doch DER RASIERMESSERKILLER, der im Original THE CENTERFOLD GIRLS lautet ist kein Slasher von der Stange. Schon allein das der Killer dem Zuschauer in den ersten Minuten in voller Bildbreite gezeigt wird. Im schicken schwarzen Anzug, mit zweifarbigen Schuhen tritt Schauspieler Andrew Prine in Erscheinung. Prine kennt man unter anderem aus GRIZZLY, DER LETZTE MOHIKANER und AMITYVILLE 2. Doch in diesem Slasher mimt er einen kaltblütigen Killer, der eine Ablehnung gegenüber Frauen hat, die sich entblößt in einem Magazin ablichten lassen.

Der Zuschauer erhält jedoch keine tieferen Einblicke in die Psyche des Killers. Die Beweggründe oder in der Vergangenheit erlebtes mit hübschen Frauen werden unbeachtet an die Seite gelegt. Doch DER RASIERMESSERKILLER kann sehr gut auf Tiefe einzelner Charakter verzichten. Im Vordergrund steht die geplante Ermordung der jungen Mädchen aus einem Kalender was eine Beigabe zu einem Magazin war.  Zwar fängt er mit Miss Januar an, doch anstatt sich dann dem Mädchen aus dem Monat Februar zu widmen, wechselt er schnell zu März. 

Sexploitation inbegriffen

Auf explizite Gore Präsentation wird verzichtet. Zwar sind einige Blutspritzer zu sehen, doch liegt die Härte eher am psychischen Spiel was der Killer treibt. Von Mädchen zu Mädchen wird es für ihn komplizierter seine Taten zu vollstrecken. Das erste Opfer ist noch ohne Probleme zu ermorden. Doch zunehmend wird es schwerer. Sei es das die Mädchen durch Glücksfälle sich anderen Menschen anschließen oder sogar in einer Gruppe unterwegs sind. So müssen nicht nur die auserwählten Mädels dran glauben, sondern auch die Begleitung muss aus dem Weg geräumt werden.

DER RASIERMESSERKILLER ist spannend, und episodenhaft konstruiert. Wie einzelne Akte eines Theaterstückes die sich Stück für Stück aneinanderreihen und einen gemeinsamen Plot verfolgen. Solide und spannend umgesetzt und bei einer knappen Laufzeit von 80 Minuten tauchen auch keine Längen im Film auf. Jede dieser jungen Frauen wird Opfer einer Vergewaltigung, doch nicht durch den Killer selbst. Somit bekommt der Streifen schon einen Sexploitation Touch verliehen. Zudem bekommt der Zuschauer allerlei nackte Tatsachen präsentiert. Die jungen, sexy Damen nutzen jede Gelegenheit ihre Klamotten los zu werden und drücken dem Zuschauer ihre oberen weiblichen Vorzüge ins Bild.

DER RASIERMESSERKILLER ist auf VHS und DVD erschienen mit einer FSK 18 Freigabe. Wobei die VHS Versionen allesamt geschnitten sind.