Der Ritter aus dem All (1991)

Inhalt:

Der intergalaktische Kopfgeldjäger Shep Ramsay (Hulk Hogan) muss während eines Kampfes mit seinen Erzfeind Suitor (William Ball) auf der Erde notlanden. Damit er nicht so auffällt gibt er den Normalo und landet als Untermieter bei der Familie von Charlie Wilcox (Christopher Lloyd). Die ahnt nicht wen sie da als Mieter haben. Bis irgendwann eine paar böse Buben aus dem All auftauchen. Und Ramsey ist in seinen Element.

Filmisches Feedback:

Schön abgespactes All-Märchen

Also eins ist klar; wenn man einen Film mit Hulk Hogan (und in seinem Debüt “The Undertaker” Mark Calaway) sieht, darf man keine intellektuelle Meisterleistung erwarten. Entweder (grade Mitte der 90er bis heut anhaltend) man sieht ihn in stupiden Billig-Actioners oder als braungebrannter Homeoperasoapstar der amerikanischen Art. Hier allerdings spielt er entweder absichtlich herrlich ironisch mit seinem Image oder aber er kann es aber nicht anders. Ich will ihm nichts unterstellen, aber manchmal denke ich, er weiß es einfach nicht besser. Oder er ist tatsächlich so schlau und inszeniert sich (als alter Wrestlerhaudegen) perfekt selbst. Wie dem auch sei, dieser Film macht Spaß.

Das Drehbuch wurde ja vorher Schwarzenegger und de Vito angeboten (die ja dann TWINS, 1988 drehten) und stattdessen sind das hier Hogan und Christopher Lloyd. Und das funktioniert extrem gut. Natürlich ist alles herrlich albern und sinnentleert. Natürlich ist die Message, dass man sich selbst “aufbauen” muss um etwas zu erreichen und sein Leben zu meistern, dass man es aus eigener Kraft schaffen kann (auch wenn es Hilfe bedarf) so typisch “american-like”, dass man am liebsten nur noch mit einer “Star and Stripes”-Flagge rumlaufen möchte, aber der Film ist so humoristisch, dass man ihn ja gar nicht ernst nehmen kann.

Der Film ist purer Blödsinn. Allerdings so gekonnt inszeniert, dass es da nicht drauf ankommt, da man das Ganze eh nicht ernst nehmen kann. Regisseur Burt Kennedys erster SF-Film (und letzter überhaupt)  ist tatsächlich eine Perle des B-Films mit vielen Reminiszenzen ans Westerngenre (so drehte Kennedy viele Western wie DIE RÜCKKEHR DER GLORREICHEN SIEBEN,1966  oder DIE GEWALTIGEN, 1966 oder auch Jack Elam, der schielende Wartende am Bahnhof aus SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD, 1968), gut aufgelegten Schauspielern, allen voran Christopher Lloyd und Shelley SHINING Duvall, einen grenzdebilen Drehbuch und einen Hauptdarsteller, dessen Kopf durchs Haar gewachsen ist.

Vom Film gab es 1993 ein Videospiel indem man als Shep Ramsay durchs All fliegt und allerlei Asteroiden und Bösewichte vermöbelt.
Albern und blödsinnig, aber man sieht ihn mit einem Schmunzler.