Der Tod kommt zweimal (1984)

Zu manchen Regisseuren muss man nicht mehr viel sagen, wie auch beim Namen Brian De Palma. Er ist ein Garant für Thriller mit zahlreichen Wendungen und einem fesselnden Plot. Viele Klassiker gehen auf sein Filmkonto, sei es „Scarface“ von 1983, „Dressed to Kill“ von 1980 oder auch „Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren“ von 1981 – um hier nur ein paar seiner langen Laufbahn aufzuzählen. De Palma ist ein Verehrer von Hitchcook, was man auch in fast jedem seiner Filme deutlich spüren kann. Er vermischt viele Dinge aus den verschiedenen Werken Hitchcooks und vergibt ihnen seine eigene Handschrift – jedoch wird sein Idol immer ausreichend gewürdigt! So geschehen auch in „Body Double – Der Tod kommt zweimal“ von 1984.

In „Der Tod kommt zweimal“ ist es „Das Fenster zum Hof“ und „Vertigo“ denen De Palma Tribut zeigt und dazu noch eine spannende Story hinzufügt. Die Story bietet viele spannungsgeladene Momente, und De Palma redet mithilfe der Story und der Schauspieler über Dinge die man kaum erwartet hätte. Gewissermaßen Tabuthemen kommen hier zum Ausspruch, sei es „Natursekt“ oder auch die Thematik von „Masturbation“ – man bedenke das Amerika zu einem der prüdesten Länder gehört. Ob er damit die Behörden oder die Zuschauer schocken wollte, ist nicht bekannt, aber ganz gleich wer, der Schock ist ihm gelungen. Dazu kommt noch ein sehr brutaler Mord, der allerdings im Off geschieht, aber durchaus seine Wirkung voll ausschöpft – inwiefern dieser Mord geschieht erwähnen wir nicht, sonst wird dem Film zu viel Spannung genommen.

Für die Rolle von dem erfolglosen Schauspieler Jack wurde Craig Wasson gecastet. Er passt perfekt in die Rolle des voyeuristischen TunNichtGut und verkörpert Jack sehr überzeugend ohne dabei überzogen oder deplaziert zu wirken. Wasson kann auch auf einige Filmwerke zurückblicken, „Die Boys von Kompanie C“ aus dem Jahr 1978 als Pvt. Dave Bisbee, oder auch „Nightmare 3 – Freddy lebt“ von 1987 um hier nur zwei Beispiele aufzuführen. Als sein weiblicher Gegenpart wurde die damals noch recht junge Melanie Griffith engagiert, auch sie bietet dem Zuschauer sehr überzeugende Schauspielerarbeiten, sie wurde aufgrund dieser Rolle 1985 für den Golden Globe Award nominiert, jedoch blieb es bei der Nominierung!

Der Tod kommt zweimal“ bietet eine wendungsreiche, spannende Story, schöne Kamerafahrten, untermalung vieler Szenen mit einem wohlklingenden und stimmigen Score und einem Künstler hinter der Kamera. Gedreht wurde unter anderem in dem 1960 erbauten „Chemosphere“, was heute immer noch in San Fernando Valley steht und sehr bekannt und beliebt ist. Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise an die 10 Millionen US-Dollar, die er leider nicht komplett wieder einspielte – entweder kamen die Zuschauer nicht mit De Palmas Inszenierung klar oder die Zeit war nicht reif für diesen Klassiker aus dem Thriller Genre. Eine würdige Hommage an Hitchcook ist er definitiv und sollte keinem Thriller Fan unbekannt sein.